Grundstein für das neue Kirchengebäude gelegt

Gepostet von am 18. Dez 2011 in Allgemein, Bautagebuch, Nachrichten | Keine Kommentare

Grundstein für das neue Kirchengebäude gelegt

Der Grundstein für das neue Kirchengebäude an der Bebelstraße ist am Donnerstag, 15.12.2011, gelegt worden: Apostel Wilhelm Hoyer, für den Bezirk Dortmund-Nord zuständiges Mitglied des Landesvorstands, versenkte gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Lünen, Michael Haustein, die Zeitkapsel im ersten Mauerwerk. Für den weiteren Verlauf der Bauarbeiten wünschte Apostel Hoyer Gottes Segen und den nötigen Engelschutz. Die Zeitkapsel hatten sie zuvor mit der obligatorischen Tageszeitung, mit Kirchenzeitschriften und den Bauplänen befüllt.

Grüße des Rats und der Stadtverwaltung – „Raum für gute Gedanken“

Bürgermeister Michael Haustein überbrachte die Grüße des Rates und der Stadtverwaltung: „Wir Lünener sind stolz auf diesen modernen Kirchenneubau“, sagte er. Das neue Gebäude habe nicht nur städtebauliche Relevanz, sondern sei auch ein Zeichen des Engagements der neuapostolischen Christen. Sein Wunsch an die Gemeinde: „Im neuen Gebäude soll viel Raum für gute Gedanken sein.“

Kirche auch Stätte der Begegnung und der Kultur

„Das neue Gebäude soll ein freundliches und offenes Haus für alle Mitbürger sein“, erklärte Bezirksälteste Stefan Pöschel, Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Dortmund-Nord. Stefan Pöschel moderierte den Festakt. Es sei Ziel der künftigen Stadtgemeinde Lünen, die neuen Räumlichkeiten auch verstärkt für christliche und kulturelle Projekte bereitzustellen. „Mit der neuen und modernen Pfeifenorgel reihen wir uns gern ein, wenn es gilt, den kulturellen Kalender der Stadt Lünen zu füllen“, so der Bezirksvorsteher. Insbesondere das großzügige Foyer könnte auch für christliche Lesungen oder Kulturveranstaltungen genutzt werden.

Ein neuer Akzent: „Ökumene der Herzen“

„Ich wünsche mir, dass wir künftig neue Akzente setzen können, die unsere gemeinsame Zugehörigkeit zu der einen Kirche Christi betont.“ Mit diesem Hinweis wies Bezirksälteste Stefan Pöschel darauf hin, die Gemeinde Lünen wolle sich verstärkt in einer „Ökumene der Herzen“ einbringen.

Mit lebendigen Steinen das geistliche Haus bauen

Pfarrer i. R. Wilhelm Auffenberg vom Pastoralverbund Lünen-Südost der Katholischen Kirche wünschte den „Schwestern und Brüdern im Glauben an Jesus Christus“ Gottes Segen für den „Kraftakt“ der Gemeindezusammenlegung. Er zitierte in seinem Grußwort aus dem 1. Petrusbrief, in dem Jesus Christus als lebendiger Stein bezeichnet wird. „Ich wünsche Ihnen, dass mit dem Aufbau des steinernen Hauses auch das geistige Haus der neuen Gemeinde mitwächst.“

Bezirksapostel auf Missionsreise

Zur Grundsteinlegung war zunächst Bezirksapostel Armin Brinkmann, Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, erwartet worden. Dieser hielt sich jedoch auf einer Missionsreise in Afrika auf. Seine Rückreise gestaltete sich wegen eines Umwegs über Luanda und Südafrika schwierig, so dass er nicht rechtzeitig in Deutschland eintraf.

Neuapostolische Kirche hat lange Tradition in Lünen

Mit der Grundsteinlegung ist der Startschuss für den Kirchenneubau an der Bebelstraße gefallen: Seit rund drei Jahren ist klar, dass die vier neuapostolischen Gemeinden in Lünen zusammengelegt werden. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen investiert dafür am bisherigen Standort der Gemeinde Lünen-Süd an der Bebelstraße fast 1,8 Millionen Euro in einen modernen Neubau, der flexibel nutzbare Nebenräume bietet und mit moderner Technik ausgestattet ist. Voraussichtlich im Oktober 2012 kann die dann endgültig zusammengelegte Gemeinde Lünen bei günstigem Verlauf der Bauarbeiten in ihre neue Kirche einziehen.

Die Neuapostolische Kirche hat in Lünen eine lange Tradition: Im Mai 1900 fand in Lünen der erste neuapostolische Gottesdienst statt. 1928 weihte der damalige internationale Kirchenleiter, Stammapostel Hermann Niehaus, das erste Neuapostolische Kirchengebäude in Lünen ein. Es stand an der Stelle, wo heute die Gemeinde Lünen-Mitte beheimatet ist. Kurz nach Gründung der Gemeinde in Lünen entstand zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts auch im Stadtteil Brambauer eine neuapostolische Kirchengemeinde.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die erste Kirche in der Nacht vom 21. auf den 22. Februar 1945 zerstört. Zwischen 1946 und 1948 bauten Gemeindemitglieder die Kirche aus eigenen Mitteln wieder auf. Sie wurde 1948 wiedereingeweiht. In den nächsten Jahrzehnten wurden in Lünen weitere Gemeinden gegründet: 1958 Lünen-Nord, 1962 Lünen-Ost, 1966 Lünen-Gahmen und 1978 Lünen-Süd.

Nach den Zusammenlegungen der Gemeinden Lünen-Gahmen und Lünen-Ost in den letzten Jahren werden nun auch die neben Brambauer noch verbliebenen drei Gemeinden Lünen-Mitte, -Nord und -Süd fusionieren.

Bilder der Grundsteinlegung können hier heruntergeladen werden.
Bildrechte: Frank Schuldt (Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen)

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