Nach der Grundsteinlegung kommt Aufbruchstimmung auf. NAK-Luenen.de hat einige Stimmen eingefangen:
Birgit Burchardt wollte zunächst nicht an der Grundsteinlegung teilnehmen, ging dann aber doch hin, weil Sänger gebraucht wurden. „Ich muss sagen, es war sehr interessant (ich hatte das auch noch nie mitgemacht).Es war eine sehr freundliche Stimmung, auch von den Vertretern der Stadt und den Kirchen. Die kleine Anzahl der Geschwister repräsentierte dennoch den Zusammenhalt in der Gemeinde. Ich freue mich auf die neue ,Gemeindehülle‘, besonders natürlich auf die neue Pfeifenorgel. Ich denke, die Gemeinde ist auf einem guten Weg, weiter zusammenzuwachsen. Allerdings ist es natürlich, dass dieser Prozess noch eine Weile andauert.“
Für Frank Geiger wirkten manche Ankündigungen vergangener Tage als „gut gemeinte Absichtserklärungen“. „Mit dem Tag der Grundsteinlegung ist die Zukunft für unsere neue Gemeinde Lünen greifbar geworden. Mit Gottes Hilfe werden wir gemeinsam die nun vor uns liegenden Aufgaben meistern: Glück Auf!“
„Es gibt, außerhalb eines Gottesdienstes, nicht viele Veranstaltungen am Ende eines Jahres, die so zukunftsgerichtet anmuten. Mit der Grundsteinlegung passierte, nach einer langen Phase der Entscheidungen, der Bewältigung von Vorbehalten und mancher persönlichen Trauer sowie des Herantastens an eine neue Situation, ein sichtbares, anfassbares und damit begreifbares Zeichen der neuen Gemeinde Lünen-Stadt. Neben manchen Gedanken des Dankes und der Anerkennung dessen, was bisher geschafft wurde sowie erklärender Worte zu den Details des Neubaus, sind es die zukunftsweisenden Aussichten einer lebendigen, in das wohnliche wie soziale Umfeld integrierten und engagierten Gemeinschaft aus gläubigen Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, die Lust auf die kommenden Entwicklungen machen“, schreibt Jörg Lohrmann der Redaktion.
Bei Marko Braun hat die Grundsteinlegung Erleichterung und Vorfreude ausgelöst: „Erleichterung vor allem, weil der Verlauf jener Veranstaltung mir so positiv in Erinnerung geblieben ist. Jede Nervosität meinerseits war bei der Ankunft sofort verflogen, da die Anwesenden freundlich und unaufgeregt in Gesprächen vertieft waren. Keiner stand abseits. Niemand war allein. Man hörte Lachen und vernahm Zufriedenheit. Das hatte ich schon länger nicht mehr in diesem Maße erlebt. Auch unter dem Aspekt, dass längst nicht alle der NAK angehörig waren, war ich erleichtert, dass die Veranstaltung einen so schönen Rahmen hatte und sowohl Stadt als auch Kirche unser Projekt scheinbar ohne Vorurteil, sondern mit Freude und lieben Worten unterstützen.
Auf der anderen Seite muss Vorfreude stehen; das Grundstück weist auf eine geräumige Kirche, die Pläne machen Hoffnung auf tolle Möglichkeiten zu gemeinschaftlicher Aktivität. Doch auch bezüglich der Musik bin ich in Vorfreude auf die neue Kirche, da ich die Hinweise auf die kulturelle Nutzbarkeit des neuen Gebäudes durch den Bezirksältesten als Möglichkeit sehe, die Stadt um eine neue Institution kulturellen Lebens zu bereichern und die zuvor vielleicht etwas ‘zu kurz gekommene’ Ökumene zu fördern. Dass wir in diesem Zug auch etwas für die Wirkung der NAK tun können, ist ein Teil der Missionsarbeit. In meinen Augen wäre es ein großer Schritt, wenn die Bürger Lünens mit Selbstverständlichkeit um unsere Kirche und Grundlagen der Lehre wüssten. Zusätzlich bin ich auch ganz einfach froh. Froh, dass wohl alles doch noch nicht so schlecht und aussichtslos scheint, wie es in so mancher Stunde den Anschein hatte. Froh, dass Sänger aus dem Chor auf mich zu kamen und sagten: ,Wir sind doch jetzt schon ne gute Truppe geworden!‘ Froh, dass noch längst nicht alle den Mut und die Zuversicht verloren haben, die neue Kirche mit Leben zu füllen. Froh, dass auch andere Konfessionen uns mehr als akzeptieren, was vor allem die tollen Worte der katholischen Kirche unterstreichen. Froh vor allem, dass ich das Gefühl hatte und bis jetzt habe, unser Gott ist zu 100 Prozent für, bei und mit uns.“
Auf die Zusammenlegung und das Ende der Provisorien freut sich Iris Wiese: „Die Größe der Bodenplatte hat mich sehr beeindruckt und mir das Gefühl gegeben, dass das Gebäudeimposant und schön wird. Für alle Aktivitäten wird genügend Platz zur Verfügung stehen. Die Wünsche der Gäste haben mich ebenfalls beeindruckt und zum Nachdenken gebracht. Ein Haus, in dem man sich wohl fühlt …
Dieser Wunsch begleitet mich seitdem. Ich habe bei der Grundsteinlegung ein Miteinander nicht nur unter den Glaubensgeschwistern sondern unter allen Anwesenden empfunden.“
Stefan Pöschel beschreibt die Grundsteinlegung als wichtigen Meilenstein in der Neuaufstellung der neuapostolischen Gemeindelandschaft in Lünen: „Dieser Tag demonstriert eindrücklich den Weg hin zur neuen Gemeinde. Die Umrisse des Gotteshauses sind abgesteckt, mit etwas Phantasie kann man erkennen, wo welcher Bereich entstehen wird. Die vielen Gemeindemitglieder, die trotz des widrigen Wetters den Weg zur Baustelle fanden, waren allesamt fröhlich gestimmt. Es lag – wie in der Adventszeit sonst nur bei Kindern üblich – eine ganz besondere Erwartung in der Luft. Immer wieder erklärten die Architekten Jürgen Skupin und Christoph Witzke geduldig die Baupläne, die in einem der Festzelte auslagen. Man konnte bei den Gemeindemitgliedern Stolz und Vorfreude zugleich erkennen. Die Ehrengäste waren sehr angetan von der Idee, einer neu entstehenden Gemeinde auch ein neues Zuhause zu geben. Viele erklärten, dass sei wohl eine einmalige Chance, wirklich etwas Neues zu gestalten.
Wir konnten viele gute Gespräche mit den Vertretern der anderen Kirchen am Ort führen und vereinbarten für das kommende Jahr, gemeinsame Aktivitäten auszuloten. Es war eine sehr offene, freundschaftliche und von christlichen Gemeinsamkeiten getragene Atmosphäre. Das neue Gotteshaus bietet allen neuapostolischen Christen in Lünen eine noch bessere Möglichkeit, sich neben dem Besuch der Gottesdienste in Gruppen und Kreisen zu engagieren. Ein würdiger Sakralbau, angereichert mit den Möglichkeiten und Erfordernissen für ein zeitgemäßes Gemeindeleben. Ich persönlich freue mich schon heute auf die Kirchenweihe im kommenden Jahr; schließlich bin ich selbst auch ein Glied dieser neu entstehenden Gemeinde. Ich wünsche mir, dass die unterschiedlichen Gemeindekulturen und Charaktere der Glaubensgeschwister zu einer Bereicherung auch der persönlichen Wahrnehmung führen. Die Zusammenlegung schafft Möglichkeiten und Freiräume; wir sollten sie gemeinsam und jeder für sich nutzen.


