Spende für „Jugend bewegt“

Für den letzten Jugend-Gottesdienst vor den Sommerferien kamen die Jugendlichen des Kirchenbezirkes Dortmund am Sonntag, 08. Juli 2018, nach Lünen und bildeten quasi den Gastgeber für die Glaubensgeschwister der Gemeinde.

Neben der Mitarbeit im Chor und den verschiedenen Diensten in der Gemeinde, nahmen die jungen Christen bereits an den Vorbereitungen für den Gottesdienst teil. Als besonderes Angebot für die Gemeinde war nämlich vorgesehen, dass die Jugendlichen des Bezirkes die Gemeinde nach dem Gottesdienst zum Waffelessen einlädt, um Spenden für die Initiative „Jugend bewegt“ zu sammeln. Geplant und ausgeführt könnte man sagen, denn während im Kirchensaal noch das Abschlusslied des gemischten Chores erklang, fand in den Mehrzweckräumen der Kirche bereits der erste Teig den Weg in die bereitgestellten Waffeleisen. Abwechselnd und mit freudiger Ausstrahlung backten die Jugendlichen helle, dunkle, vollständige und weniger vollständige Waffeln, die sogleich reißenden Absatz fanden. Dekoriert mit Sahne, verziert mit verschiedenen Soßen oder auch nur mit Puderzucker bestäubt, es war für alle etwas dabei. Im Nu war das großzügige Foyer der Kirche mit Menschen gefüllt und Jung und Alt nutzen die Gelegenheit zu freudiger Gemeinschaft und größzügigen Spenden. Am Ende ermöglichte die Aktion eine Überweisung in Höhe von € 500,00 auf das Spendenkonto von „Jugend bewegt“.

Seit 2002 unterstützen Jugendliche aus dem Bereich Westdeutschland mit ihren Aktionen Projekte im In- und Ausland und sammeln seit 2017 Spenden für die Initiative „Jugend bewegt“ (https://www.nak-west.de/kirche/soziales/jugendbewegt).

Text: Stephan Wiese  – Fotos: Manuel Szepoks

Von verborgenen Helden

Am 29. Juni 2018 hatte die Gemeinde Lünen zur neunten Veranstaltung in der Reihe „Gespräch im Foyer“ eingeladen. Etwas mehr als 50 Teilnehmer sind der Einladung zu diesem mittlerweile überregional bekannten Format gefolgt. „Dieses Mal steht das Zuhören im Vordergrund“ erklärte Evangelist Jörg Lohrmann moderierend. Galt es doch, den ernsten Inhalt als Ganzes wirken zu lassen.

„Sie nehmen mir Ehre, Weib und Kind“ hatte der Historiker Dr. Karl-Peter Krauss seinen einstündigen Vortrag genannt, der einen Einblick in die Schicksale neuapostolischer Christen jüdischer Herkunft zur NS-Zeit vermittelte. Durch eine Bildschirmpräsentation unterstützt, zeichnete er die bewegenden Lebensläufe dreier Glaubensbrüder jüdischer Herkunft nach, die in der NS-Zeit auf verschlungenen Wegen unterschiedlich endeten.

Mit „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ – „Wo Güte ist und Liebe, da wohnt Gott.“ beschrieb Krauss die Haltung, welche unzählig viele Glaubensgeschwister in den Gemeinden und im Wohnumfeld der drei Glaubensbrüder antrieb, mutig und unter der Gefahr für Leib und Leben, still und heimlich, jüdisch-stämmige Gemeindemitglieder zu verstecken und vor dem Zugriff der Verfolger zu schützen.

Neben den detaillierten, angenehm sachlichen und auf gründlicher Quellenforschung basierenden Darlegungen der Lebens- und Leidenswege der drei Glaubensbrüder Harry Fränkel, Ernst Kaufmann und Simon Peritz hat Dr. Krauss deutlich den herausragenden Einsatz dieser helfenden Gemeindemitglieder hervorgehoben – verborgene Helden.

Von dem Veranstaltungsort Lünen sprach der Historiker als „genius loci“. Wurde doch in Lünen Ernst Kaufmann zeitweise von Glaubensgeschwistern vor der Gestapo versteckt. Und der Termin für dieses „Gespräch im Foyer“ war nicht von ungefähr auf einen Freitag vor einem Gottesdienst für Entschlafene gelegt worden. „Es ist von großer Bedeutung, Opfer wie Täter der Gnade Gottes anzuvertrauen.“ so Evangelist Lohrmann in seiner Abmoderation.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Günter Lohsträter
Mehr dazu: nak-dortmund.de

Ökumenisches Kirchendinner

Am Freitag, 22. Juni 2018, war unsere Kirche an der Bebelstraße die erste Station eines interkonfessionellen Vier-Gänge-Menüs. Knapp sechzig Gäste aus den Lüner Gemeinden Herz-Jesu, St. Marien, St. Georg, Freikirche und Neuapostolische Kirche besuchten sich gegenseitig. Die Reisegruppe sammelte sich um 17:45 Uhr an St. Marien und fuhr mit dem Linienbus in den Süden Lünens. Gegen 18:15 Uhr standen dann alle vor dem Kircheneingang zum gemeinsamen Pressefoto. Nach einer kurzen Einführung mit Informationen über das Gebäude und die Gemeinde konnte Vorsteher Jörg Lohrmann die zahlreichen Fragen zu den Themen rund um den neuapostolischen Glauben beantworten.

Anschließend stärkte sich die Gruppe bei Salat und Brot für den weiteren Verlauf des Abends. Dieser führte die illustre Runde über die Herz-Jesu-Kirche (Spargelsuppe) und die Stadtkirche St. Georg (Currywurst) zur Marienkirche (Puddingbuffet).

„Vor dreißig Jahren hätten wir gegenseitig die Kirchen nicht betreten dürfen und heute essen wir zusammen Pudding“ lautete eine launige, tiefsinnige und treffende Zusammenfassung eines Teilnehmers.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Corinna und Lutz Szepoks

„Freund, mein Vater ruft Dich.“

Mit diesem Bibelwort nach Tobias 5, aus 10* begrüßte Vorsteher Jörg Lohrmann einen kleinen Erdenbürger mit seinen Eltern.

Am Sonntag, 10. Juni 2018, feierte die Gemeinde Lünen einen Gottesdienst mit Heiliger Wassertaufe. Zum Abschluss einer Predigt zum Thema „Dienet dem Herrn mit Freuden“ (vgl. Psalm 100,2) wurde der Gemeinde eine besondere Möglichkeit des Dienens vorgestellt – die Kinder der Gemeinde. Mit Gebet und Hilfestellung die Kinder zu begleiten und ihnen sowie sie Gott näher zu bringen, sei vornehmste Aufgabe der Eltern. „Doch ist ein jeder in der Gemeinde dazu aufgerufen, genau dabei zu unterstützen“, so der Evangelist. „Und heute wird dieser Dienst etwas vergrößert.“

Elisabeth und Andreas Langenberg traten vor die Gemeinde und brachten ihren Sohn Phil zum Altar. „Ein Blick in die Augen der Eltern erklärt die ganze Predigt: Liebe schafft die Freude im Dienen.“ Nach einer persönlichen Ansprache bezeugten die Eltern ihr Bekenntnis vor Gott und der Gemeinde und Phil wurde eingefügt in die Kirche Christi.

*Lutherbibel in der Fassung von 2017

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Lutz Szepoks

Familienkonfirmation

Am Sonntag, 13. Mai 2018, feierte Apostel Wolfgang Schug mit der Gemeinde den Gottesdienst und nahm dabei als Grundlage für seine Predigt das Bibelwort aus 2. Thessalonicher 2, 16.17 „Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort“.

Schon zwei Jahre zuvor hatte Evangelist Lohrmann in Absprache mit Familie Wolters den Apostel eingeladen. Dies vor dem Hintergrund, dass der Sohn der Familie, Tim Wolters, im Jahr 2018 das Konfirmationsalter erreichen würde. Tim kann aufgrund seiner geistigen Konstitution nicht die Verantwortung für sein Tun und Lassen übernehmen. „Aber das hindert Gott nicht daran, zu segnen“ so der Apostel.

Nachdem sich aus der Predigt ein Kerngedanke festsetzte – Was Du aus Liebe tust, hilft dem lieben Gott, fertig zu werden. – widmete der Apostel der Familie in diesem Augenblick die Worte aus Psalm 118, 24.25 „Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!“ Mit den stärkenden Worten „Er [Gott] hat es bis heute genau richtig gemacht, in allem, und Er wird es auch morgen genauso richtig machen. Das möchte ich Euch auch als Gesandter des Herrn zusagen“ leitete Apostel Schug die Handlung ein und spendete unter Handauflegung der gesamten Familie Gottes Segen zum Geleit durch das weitere Leben und zur Hilfe in ihrer besonderen Situation.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Familie die Gemeinde zu einem kleinen „Umtrunk mit Häppchen“ eingeladen.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Lutz Szepoks