Gemeindeaktivtag

Gemeinde gemeinsam aktiv erleben, war die Motivation und das Ziel dieser Lüner Aktion. Unter dem Motto “Es findet statt, was Ihr möglich macht.” waren die Gemeindemitglieder aufgerufen, große und kleine Aktionen vorzubereiten und für Interessierte anzubieten. Und so kam es, dass über 100 Gemeindemitglieder und Gäste am Samstag, 01. September 2018, ein kurzweiliges, geistreiches und abwechslungsreiches Programm erleben konnten.
In der Vorbereitung waren die Planungsziele mit “Gemeinschaft und Zusammenhalt stärken; Befassung mit dem Glauben; zur Mitarbeit motivieren” schnell formuliert. Und dann sollten die Veranstaltungen auch noch “dezentral, interessengerecht und in kleinen Gruppen” stattfinden und jeweils die Themen “Glaube, Gemeinschaft, Lünen” aufgreifen. Welch ein hehres Ziel.
Nachdem das Vorhaben in der Gemeinde vorgestellt wurde, kamen in kürzester Zeit ein Dutzend Vorschläge von möglichen Paten zusammen. Davon konnten elf als Aktionen realisiert werden.

Morgens wurden ein Stadtrundgang und eine Kirchenführung angeboten. Nachmittags gab es die Möglichkeit in den Foyer-Räumen, einen Kräuterworkshop oder einen Literaturzirkel zu besuchen sowie eine Radtour zu starten. Später gab es hier Gelegenheit, einiges über die Biertradition zu erfahren und eine Blindverkostung vorzunehmen oder an einem Entspannungs- sowie einem Dekorationsworkshop teilzunehmen. Parallel gab es schon ab dem Vormittag eine Bootsfahrt auf dem Kanal zu unternehmen oder die Hüpfburg sowie das Popcorn an der Kirche auszuprobieren.

Das große Finale ergab sich im gemeinsamen Gemeindeabendbrot bei Bratwürstchen und Salat sowie der abschließenden kleinen Andacht, welche alle Teilnehmer auf den Sonntag vorbereitet und in den Abend entließ.

Mit “Danke an alle Paten, Unterstützer und Teilnehmer dafür, dass Ihr unsere Gemeinde so toll belebt.” fand Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann letzte Worte für diesen Gemeindeaktivtag.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Lutz Szepoks

Der gute Hirte kennt euch

Im Gottesdienst am 29. Juli 2018 übermittelte Bezirksältester Stefan Pöschel das Bibelwort aus Johannes 10,14 “Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich!” als Grußwort an das Goldhochzeitspaar Gerdi und Heinz-Dieter Burchardt. In seiner persönlichen Ansprache an die Ehejubilare beleuchtete der Bezirksvorsteher die besondere Rolle von Jesus Christus im Leben der beiden. Er beschrieb eindrucksvoll, dass der Sohn Gottes die Eheleute in den 50 gemeinsamen Jahren begleitet hat und sie ihn häufig als den guten Hirten kennenlernen durften. „Gleichwohl“, so der Bezirksälteste, „kennt Jesus Christus euch auch, die ihr das Christsein lebt und über viele Jahre in Gemeinde und Kirche tätig ward.”

Heinz-Dieter Burchardt war über 38 Jahre als Amtsträger tätig. Von 1992 bis 2006 leitete er den damaligen Kirchenbezirk Dortmund-Nord und ist damit der Amtsvorgänger von Stefan Pöschel.

Es waren zahlreiche Freunde und Weggefährten des Goldhochzeitspaares angereist und schafften im gefüllten Kirchensaal einen festlichen Rahmen. Einen emotionalen Höhepunkt im Gottesdienst bildete das Lied „Nun danket alle Gott”, dass von einem kleinen Chor aus Kindern und Enkelkindern des Goldpaares gefühlvoll vorgetragen wurde.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Lutz und Manuel Szepoks

Spende für “Jugend bewegt”

Für den letzten Jugend-Gottesdienst vor den Sommerferien kamen die Jugendlichen des Kirchenbezirkes Dortmund am Sonntag, 08. Juli 2018, nach Lünen und bildeten quasi den Gastgeber für die Glaubensgeschwister der Gemeinde.

Neben der Mitarbeit im Chor und den verschiedenen Diensten in der Gemeinde, nahmen die jungen Christen bereits an den Vorbereitungen für den Gottesdienst teil. Als besonderes Angebot für die Gemeinde war nämlich vorgesehen, dass die Jugendlichen des Bezirkes die Gemeinde nach dem Gottesdienst zum Waffelessen einlädt, um Spenden für die Initiative “Jugend bewegt” zu sammeln. Geplant und ausgeführt könnte man sagen, denn während im Kirchensaal noch das Abschlusslied des gemischten Chores erklang, fand in den Mehrzweckräumen der Kirche bereits der erste Teig den Weg in die bereitgestellten Waffeleisen. Abwechselnd und mit freudiger Ausstrahlung backten die Jugendlichen helle, dunkle, vollständige und weniger vollständige Waffeln, die sogleich reißenden Absatz fanden. Dekoriert mit Sahne, verziert mit verschiedenen Soßen oder auch nur mit Puderzucker bestäubt, es war für alle etwas dabei. Im Nu war das großzügige Foyer der Kirche mit Menschen gefüllt und Jung und Alt nutzen die Gelegenheit zu freudiger Gemeinschaft und größzügigen Spenden. Am Ende ermöglichte die Aktion eine Überweisung in Höhe von € 500,00 auf das Spendenkonto von “Jugend bewegt”.

Seit 2002 unterstützen Jugendliche aus dem Bereich Westdeutschland mit ihren Aktionen Projekte im In- und Ausland und sammeln seit 2017 Spenden für die Initiative “Jugend bewegt” (https://www.nak-west.de/kirche/soziales/jugendbewegt).

Text: Stephan Wiese  – Fotos: Manuel Szepoks

Von verborgenen Helden

Am 29. Juni 2018 hatte die Gemeinde Lünen zur neunten Veranstaltung in der Reihe „Gespräch im Foyer“ eingeladen. Etwas mehr als 50 Teilnehmer sind der Einladung zu diesem mittlerweile überregional bekannten Format gefolgt. „Dieses Mal steht das Zuhören im Vordergrund“ erklärte Evangelist Jörg Lohrmann moderierend. Galt es doch, den ernsten Inhalt als Ganzes wirken zu lassen.

„Sie nehmen mir Ehre, Weib und Kind“ hatte der Historiker Dr. Karl-Peter Krauss seinen einstündigen Vortrag genannt, der einen Einblick in die Schicksale neuapostolischer Christen jüdischer Herkunft zur NS-Zeit vermittelte. Durch eine Bildschirmpräsentation unterstützt, zeichnete er die bewegenden Lebensläufe dreier Glaubensbrüder jüdischer Herkunft nach, die in der NS-Zeit auf verschlungenen Wegen unterschiedlich endeten.

Mit „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ – „Wo Güte ist und Liebe, da wohnt Gott.“ beschrieb Krauss die Haltung, welche unzählig viele Glaubensgeschwister in den Gemeinden und im Wohnumfeld der drei Glaubensbrüder antrieb, mutig und unter der Gefahr für Leib und Leben, still und heimlich, jüdisch-stämmige Gemeindemitglieder zu verstecken und vor dem Zugriff der Verfolger zu schützen.

Neben den detaillierten, angenehm sachlichen und auf gründlicher Quellenforschung basierenden Darlegungen der Lebens- und Leidenswege der drei Glaubensbrüder Harry Fränkel, Ernst Kaufmann und Simon Peritz hat Dr. Krauss deutlich den herausragenden Einsatz dieser helfenden Gemeindemitglieder hervorgehoben – verborgene Helden.

Von dem Veranstaltungsort Lünen sprach der Historiker als „genius loci“. Wurde doch in Lünen Ernst Kaufmann zeitweise von Glaubensgeschwistern vor der Gestapo versteckt. Und der Termin für dieses „Gespräch im Foyer“ war nicht von ungefähr auf einen Freitag vor einem Gottesdienst für Entschlafene gelegt worden. „Es ist von großer Bedeutung, Opfer wie Täter der Gnade Gottes anzuvertrauen.“ so Evangelist Lohrmann in seiner Abmoderation.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Günter Lohsträter
Mehr dazu: nak-dortmund.de

Ökumenisches Kirchendinner

Am Freitag, 22. Juni 2018, war unsere Kirche an der Bebelstraße die erste Station eines interkonfessionellen Vier-Gänge-Menüs. Knapp sechzig Gäste aus den Lüner Gemeinden Herz-Jesu, St. Marien, St. Georg, Freikirche und Neuapostolische Kirche besuchten sich gegenseitig. Die Reisegruppe sammelte sich um 17:45 Uhr an St. Marien und fuhr mit dem Linienbus in den Süden Lünens. Gegen 18:15 Uhr standen dann alle vor dem Kircheneingang zum gemeinsamen Pressefoto. Nach einer kurzen Einführung mit Informationen über das Gebäude und die Gemeinde konnte Vorsteher Jörg Lohrmann die zahlreichen Fragen zu den Themen rund um den neuapostolischen Glauben beantworten.

Anschließend stärkte sich die Gruppe bei Salat und Brot für den weiteren Verlauf des Abends. Dieser führte die illustre Runde über die Herz-Jesu-Kirche (Spargelsuppe) und die Stadtkirche St. Georg (Currywurst) zur Marienkirche (Puddingbuffet).

„Vor dreißig Jahren hätten wir gegenseitig die Kirchen nicht betreten dürfen und heute essen wir zusammen Pudding“ lautete eine launige, tiefsinnige und treffende Zusammenfassung eines Teilnehmers.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Corinna und Lutz Szepoks