Corona-Pandemie: Einheitliche Maßnahmen in ganz Europa

Westdeutschland. Einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Eindämmung der Corona-Pandemie besprachen Stammapostel Jean-Luc Schneider und die Leiter der neuapostolischen Landeskirchen in Europa am Montagmorgen in einer Telefonkonferenz.

Hier die wichtigsten Ergebnisse.

  • Bis zum Donnerstag, 2. April 2020, werden alle Gottesdienste und sonstigen kirchlichen Angebote in allen Bezirken und Gemeinden europaweit ausgesetzt.
  •  Auch Trauerfeiern können bis dahin nur auf Friedhöfen stattfinden, nicht aber in neuapostolischen Kirchengebäuden.
  • Dringende Seelsorgebesuche, etwa am Sterbebett oder zu Besuchen von Angehörigen können im geeigneten Rahmen stattfinden.

Den Bezirksaposteln ist es ein großes Anliegen, in dieser ungewissen Zeit allen Kirchenmitgliedern die gottesdienstliche und seelsorgerische Versorgung auch weiterhin anzubieten. Daher werden sie veranlassen, dass in ihren Gebietskirchen am 22. und am 29. März 2020 Videogottesdienste durchgeführt werden. Diese sollen im IPTV, über einen YouTube-Livestream und als Telefonübertragung ausgestrahlt werden. Es sind Gottesdienste ohne Feier des Heiligen Abendmahls, jedoch mit Verkündigung der Sündenvergebung und dem Beten des Vaterunser.

Die näheren Einzelheiten über diese Videogottesdienste legen die Bezirksapostel für ihre Gebietskirche fest und kommunizieren sie in ihrem Arbeitsbereich.

In zwei Wochen, am Montag, 30. März 2020, ist eine weitere Telefonkonferenz der Bezirksapostel Europas mit dem Stammapostel anberaumt. Darin soll die aktuelle Entwicklung der Lage neu bewertet und die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden.

Gottes Liebe erwidern

Am Sonntag, 09. Februar 2020, durfte die Gemeinde einen Gottesdienst feiern, in welchem Mia Hauschopp die Heilige Wassertaufe empfing.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Mit diesem bekannten Bibelwort aus 1. Korinther 13,13 war ein weiteres Mal die Liebe Thema des Gottesdienstes. „Der Glaube an und das Vertrauen auf die Liebe Gottes schaffen Hoffnung. Hoffnung, welche über unser irdisches Leben hinaus geht. Sie trägt uns in die ewige Herrlichkeit. Glaube und Hoffnung, welche auf der Liebe Gottes gründen, sollen uns heute schon in die Liebe zu Gott und untereinander führen“, fasste Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann die Predigt zusammen.

Zum Höhepunkt des Gottesdienstes durften Max und Melissa Hauschopp ihre Tochter Mia vor den Altar tragen. In einer persönlichen Ansprache bat Evangelist Lohrmann die Eltern, ihrer Tochter die Liebe Gottes erfahrbar zu machen und die Entwicklung der Liebe zu Gott zu unterstützen.

Im Taufspruch durfte dann die Familie die Zusage aus Sirach 34, 16a+17 erfahren: „Die Augen des Herrn sehen auf die, die ihn lieben. Er erhebt die Seele und macht das Angesicht fröhlich, gibt Gesundheit, Leben und Segen.“

Hatte der Onkel des Täuflings vor der Handlung der kleinen Mia die Begleitung Gottes im Lied angewünscht, so war es der ganzen Familie, den Freunden und der Gemeinde nach dem Gottesdienst gleichermaßen ein Anliegen, der jungen Familie ihre Glück- und Segenswünsche zu übermitteln.

Text: Redaktion – Fotos: Lutz Szepoks

Goldene Hochzeit am Gemeindesonntag

Am 02. Februar 2020 durften Helga und Erwin Loose den Segen Gottes zur Goldenen Hochzeit empfangen.

Der Gottesdienst am Gemeindesonntag stand unter dem Zeichen der Liebe Gottes, mit welcher er den Menschen hilft. Evangelist Jörg Lohrmann stellte unter dem Bibelwort aus Johannes 1,17 „Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“ dar, dass alles, was nicht aus Liebe geschieht, Gott nicht gefällt. Für den liebevollen Umgang der Menschen miteinander gab er seinerzeit durch Mose die Gebote und später durch Jesus Christus die Gnade, welche den Weg in die vollkommene Gemeinschaft mit Gott, die Liebe, führen kann und will.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls bat der Gemeindevorsteher dann das Ehepaar Loose an den Altar. Im Kreis der Familie und der Gemeinde konnten Helga und Erwin Loose einen Augenblick in ein bewegtes Leben und 50 gemeinsame Jahre zurückblicken. Anschließend wagte der Vorsteher mit ihnen auch einen Blick in die Zukunft.

Er resümierte: „Ihr habt Euch Gottes Gesetz als Richtschnur bewahrt. Ihr habt mit Gott Euer Leben gemeistert. Ihr habt Euch von Gott regieren lassen und erlebt, dass ER immer wieder geholfen hat. So bleibt, als aus Gnaden gerecht gemachte, gerecht und behaltet Eure Heiligkeit. Wartet weiter! Denn der Herr kommt und bringt auch Euren Lohn mit sich.“

Nach dem Gottesdienst haben viele Teilnehmer die Gelegenheiten zur Gratulation und zum anschließenden Café im Foyer genutzt.

Text: Redaktion – Fotos: Lutz Szepoks

Eine Lüner Weihnachtsgeschichte

Was hat der internationale Jugendtag in Düsseldorf mit Weihnachten in Lünen und Livigstone zu tun? Genau das gilt es zu berichten.

Der IJT 2019 war ein herausragendes Ereignis. Und wer je auf der “grünen Route” gelaufen ist, der weiß, was Ausdauer heißt. Er kennt auch das Glücksgefühl, nach einem schier endlos wirkenden Weg dann doch pünktlich anzukommen. Aber was es bedeutet, wenn ein Paket nach Afrika die „grüne Route“ (*) nimmt … Aber von vorne.

Am Himmelfahrtswochenende 2019 treffen sich in Düsseldorf rund 30.000 junge Christen zum internationalen Jugendtag. Auf einer der unzähligen Veranstaltungen – während des Workshops „Have self-confidence! For women and girls“ am Freitagnachmittag – lernte Nadine, Jugendliche in der Gemeinde Lünen, Deutschland, Eneless kennen, Jugendliche in der Gemeinde Airport in Livingstone, Sambia. Nach dem Workshop und später nach dem Jugendtag – jeder wieder in seiner Heimat – blieben die beiden über die sozialen Medien in Kontakt. Nach einiger Zeit erweiterte sich der Austausch auf die jeweiligen Gemeindevorsteher.

Nadine, zweite von links, mit einer Freundin auf dem IJT2019 in Düsseldorf
Eneless, erste von links, mit ihren Geschwistern vor dem Haus ihrer Eltern in Livingstone, Sambia

Im Laufe des Sommers kam dann die Idee auf, dass doch vielleicht die Geschwister aus der Gemeinde Lünen den Geschwistern in der Gemeinde Airport ein wenig helfen könnten. Drei Gedankensprünge später gab es die Aktion „Shoes and Shirts for Sambia“. Die Lüner waren aufgerufen, zum Erntedankgottesdienst ein Paar neue Turnschuhe oder ein T-Shirt mitzubringen. Diese wurden dann gesammelt und zu großen Paketen verpackt. Das Porto für die Pakete hatten ebenfalls freudige Unterstützer gespendet. (wir berichteten Erntedank 2019 )

Am 16. Oktober 2019 machten sich dann der Vorsteher und der Gemeindeevangelist auf den Weg zur Post. Pakete reinschleppen, Papierkram erledigen, Porto bezahlen – fertig. Und nun kam das Spiel der „grünen Route“.

Eine Reisezeit von vier Wochen war prognostiziert. Voller Ungeduld schauten also alle Beteiligten in Deutschland und Sambia ab dem 13. November täglich in die App des Logistikers. Die verriet allerdings nur, dass die Sendung seit dem 17. Oktober auf dem Weg ins Zielland sei. Später ließ sich vernehmen „Sendung in der Zielregion angekommen“. Der November verging. Es wurde Zeit für Nachforschungen, welche alsbald angestrengt wurden. Ergebnis: „Die Pakete sind irgendwo in Afrika.“

Mittlerweile traten die ersten Zweifel deutlich in den Vordergrund und wurden später zur Gewissheit – die Pakete sind verschwunden.

Und dann passierte, was nur noch sehr verhalten gehofft wurde. Am 19. Dezember 2019, nach 64 Tagen tauchten die Pakete in der Poststation in Livingstone auf – die Zielgerade. Jetzt wurde noch schnell festgestellt, dass noch einige Euro Steuern für die „Einfuhr der neuwertigen Artikel“ fällig wurden. Diese fanden dann auch innerhalb einer halben Stunde den Weg von Lünen nach Sambia (Geld kennt die Pinke-Route!) und der Gemeinde-vorsteher in Livingstone, Hirte Glen Iluki, konnte am 23. Dezember 2019 die Pakete in Empfang nehmen.

Und ja, es läuft tatsächlich darauf hinaus: Nach dem Weihnachts-gottesdienst konnten die Geschenke aus Lünen in Livingstone verteilt werden.

(*) Was ist die “grüne Route”? Während des IJTs führten aus Sicherheitsgründen vier verschiedene Fußwege von den Veranstaltungshallen zu den Eingängen der Arena, wo die Großveranstaltungen stattfanden. Diese farblich markierten Routen hatten unterschiedliche Längen. Während die pinke Route mit rund 800m die kürzeste war, mussten Besucher auf der grünen Route insgesamt 2,4km zur Arena zurücklegen. Die Zugehörigkeit zu einer Route wurde mit der Anmeldung festgelegt und später mit farbliche Armbänder, die während des Jugendtages getragen werden mussten, gekennzeichnet. Die Scouts, achteten sehr genau darauf, dass ein jeder auch exakt seine Route zur Arena lief. Abkürzungen oder ein Wechseln der Route waren nicht möglich.

Himmlische Weihnachten

Das Motto zur Planung der diesjährigen Weihnachtsfeier wurde im Septembertreffen genannt: „Himmlische Weihnachten“. Anfangs zögerlich doch dann zügig wurden Beiträge aus den einzelnen Gruppen zusammengetragen und es kristallisierte sich schnell heraus, dass Engel eine größere Rolle spielen würden.

Am dritten Adventsonntag, 15. Dezember 2019, feierte die Gemeinde Lünen ihre diesjährige Weihnachtsfeier. Die Jugend eröffnete mit einem Video aus dem Fliegermetier. Das sogenannte „Sicherheitsballett“ wurde sehr unterhaltsam für einen Gottesdienst adaptiert.

Die Vorsonntagschule hat der Gemeinde erzählt, wie es im Engelkindergarten zugeht, wenn die Engel Mittagschlaf machen sollen. Die Aufgabe, die kleinen Racker in die Ruhe zu bekommen, scheint für den Erzieherengel Raphael ähnlich ambitioniert, wie für die irdischen Erzieherinnen in heimischen Kinderkrippen.

Später animierten vier Engel eine Erzählung, welche den Zuhörern erklärte, wie die Geburt Jesu aus Sicht der himmlischen Heerscharen abgelaufen ist. 

Ein Vertreter der Seniorengruppe betonte augenzwinkernd mit einer allzu menschlichen Geschichte den Unterschied zwischen einem Opa-Enkel-Gespann und einem engelsgleichen Benehmen. 

Nachdem der Gemeindechor „Rudi, the red nosed reindeer“ sang und damit nach „Vom Himmel hoch“ und „Halleluja“ sein drittes Intermezzo gab, folgten die Kleinsten Protagonisten dieser Feier. Die Kinder von null bis vier belebten die Erzählung von dem „Weihnachten der Tiere“ und resümierten: Das Kind ist das Wichtigste!

Zum Abschluss konnten alle Teilnehmer einer Unterhaltung der frühpubertierenden Bengel-Engel lauschen und miterleben, wie sie nach dem Weihnachtsmann riefen und dieser dann auch kam – inklusive Auszubildendem. 

Der Rest war Currywurst und gespendete Salate – einfach himmlisch. 

Text: Redaktion – Fotos: Gemeinde Lünen