Sommer in Lünen – Decken für Sambia

Während es in unseren Breitengraden immer wärmer wird und wir uns am Sommer erfreuen dürfen, wird es in anderen Teilen der Erde gerade Winter. In Livingstone, Sambia, hat es aktuell die „kühle Trockenzeit“. Das bedeutet zwar, dass es tagsüber sonnig ist und angenehme 23 °C hat. Aber nachts sinkt die Durchschnittstemperatur auf etwa 6 °C ab. Das gilt dort quasi als Winter.

Dank einer Spende aus Lünen konnte der dortige Vorsteher, Hirte Glen Iluki, Decken für die Senioren der Gemeinde beschaffen.

Er schreibt heute: „[aus dem Englischen] Guten Tag, Jörg. Ich hoffe, es geht allen gut. […] Die Brüder und Schwestern sind sehr froh und gerührt über Eure Spende. Ich habe die Decken an die Senioren verteilt. Es hat neue Freude und Verbindung mit den Geschwistern in Deutschland, insbesondere mit der Gemeinde Lünen, gebracht. […] Möge Gott Euch weiterhin segnen und leiten.“

Hirte Glen Iluki, Vorsteher der Gemeinde Airport in Livingstone, Sambia

Text: Redaktion – Fotos: Glen Iluki

Summer in Lünen – blankets for Zambia

While it is getting warmer and warmer in our latitudes and we can enjoy the summer, in other parts of the world it is winter. In Livingstone, Zambia, it is currently having the “cool dry season”. This means that it is sunny during the day and has a pleasant 23°C. But at night the average temperature drops to about 6 °C. This is considered to be winter there.

Thanks to a donation from Lünen, the local leader, shepherd Glen Iluki, was able to obtain blankets for the senior citizens of the congregation.

He writes today: Good afternoon, Jörg. I hope everyone is well. […] The brothers and sisters are very happy and touched by your donation. I distributed the blankets to the seniors. It has brought new joy and connection with the brothers and sisters in Germany, especially with the congregation in Lünen. […] May God continue to bless and guide you.

Gut, dass wir einander haben!

Am Sonntag, 07. Juni 2020, konnten die neuapostolischen Christen in Lünen nach drei Monaten “Corona-Pause” endlich wieder Gottesdienst feiern. Neben knapp vier Dutzend Geschwistern vor Ort verfolgten noch ca. zweimal soviele diesen am Telefon.

“Wir halten die Abstandsregeln ein und schütteln uns weder die Hände, noch umarmen wir uns. Wenn wir uns in der Kirche bewegen, dann haben wir eine Mund-Nase-Bedeckung angelegt. Darüber hinaus dürfen wir aktuell nicht singen.” Damit waren die äußerlichen Bedingungen für die Durchführung des Gottesdienstes zusammengefasst.

Und trotzdem konnte es nur ein passendes Stück zum Einzug in diesen Gottesdienst geben: GB 255 “Großer Gott, wir loben Dich!”

Inhaltlich führte der Gemeindevorsteher, Evangelist Jörg Lohrmann, zu dem Bibelwort aus 2. Korinther 13,13 anlässlich des “Dreieinigkeitssonntages” aus.

Die Gnade Jesu Christi führt zur Freiheit.
Jean-Jacques Rousseau sagte dazu: „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.“
Die Liebe Gottes macht uns alle gleich.
Gleichheit bei Gott heißt nicht: Wenn wir vor einem Bretterzaun stehen, dann bekommt halt jeder den gleichen 40 cm Hocker. Wenn Du nun 1,60 Meter groß bist und der Zaun 2 Meter hoch ist, na, dann kannst Du halt nicht drüber schauen – Pech gehabt.
Bei Gott heißt das, dass jeder den Hocker bekommt, welchen er braucht, um über den Zaun zu klettern. „Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.“ (Psalm 18,30)
Aktuell stehen Menschen auf – oder besser, beugen ihr Knie – um zu bekunden, dass jedes Leben zählt. – Die Liebe Gottes macht uns alle gleich!
In der Gemeinschaft des Heiligen Geistes sind wir Brüder und Schwestern.
Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, Gottes Willen zu verkündigen sowie Gottes Volk zu sammeln und vorzubereiten. Wenn dieser Geist uns treibt, dann passiert das, was in 2. Petrus 1,5-8 geschrieben steht: „So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.“

“Und wenn wir jetzt in dem Segensgruß ‘Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!’ die Grundlage von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erkennen, dann merken wir, dass das nicht nur etwas für den Sonntag ist, sondern für jeden Tag” schloss der Vorsteher seine Predigt.

Da das Singen im Moment ja nicht möglich ist, fanden Gemeindemitglieder andere Möglichkeiten für besondere Akzente im Gottesdienst.

Schon vor dem Gottesdienst zitierte Priester Gunnar Herrmann aus dem Gedicht von Kurt Marti “Glücklichpreisung”. Im Gottesdienst umrahmte dann Diakon Marko Braun musikalisch ein Glaubensbekenntnis, welches Evangelist Stephan Wiese vorlas – Chormappe 181 “Ich glaube an den Vater”. Schwester Silke Herrmann verlas vor der Feier des Heiligen Abendmahls das Bußlied GB 307 “Dein bin ich, Gott” und den bewegenden Schlusspunkt setzten Schwester Birgit Burchardt, Orgel, und Diakon Marko Braun, Klavier, mit einer Varation des Chorliedes 357 “Gut, dass wir einander haben!”.

Text: Redaktion – Fotos: Gunnar Herrmann

Viele Hände …

Während in der Küche viele Köche schnell den Brei verderben, schaffen beim Putzen viele Hände ein schnelles Ende.

Und so wurde gesaugt, gewischt, gewienert, Fenster geputzt und Stühle gereinigt und ja, auch alles andere …

Und dann war da noch die ganz besondere Hilfe für die Helfer: Der “Die-Kirche-ist-fertig-für-den-ersten-Gottesdienst-Schokokuchen” wurde von Eva und Malaika für alle Mitwirkenden vorbeigebracht.

Und so kann morgen, am 07. Juni 2020, endlich wieder Gottesdienst in unserer Gemeinde gefeiert werden. – Glück auf!

Text: Redaktion – Fotos: Jörg Lohrmann

Lünen online II – Leben

“Diesmal wird es etwas andächtiger.”

Mit diesen Worten kündigte Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann in seiner wöchentlichen Email an die Gemeinde Lünen die zweite Ausgabe von “Lünen online” an. Im inzwischen gewohnten Format der Telefonübertragung konnten sich Gemeindemitglieder und Interessierte am Abend des 07. Mai 2020 um 19.30 Uhr mit Rufnummer und PIN zuschalten. 

An diesem Abend unterstützten Corinna Szepoks, Marko Braun, Dirk Burchardt, Stephan Wiese und Daniela Surkamp den Gemeindevorsteher. Unter der Überschrift “Gemeindeleben – Glaubensleben – Gebetsleben” konnten die Teilnehmer manchen gesprochenen und gesungenen Impuls aufnehmen.

Neben eigenen Inhalten von Vorsteher Lohrmann wurde das Chorlied “Gut, dass wir einander haben” (Manfred Siebald) rezitiert, aus dem Gedicht “Von der Religion” (Khalil Gibran) vorgelesen und das Kinderlied “Die Spur der Hoffnung sehen” (Daniela Dicker) gesungen sowie ein eindrucksvoller Gebetsimpuls “Amen” (Rudolf Kainz) vorgetragen. 

Während die Zuhörer über einen Großteil der Andacht die Möglichkeit zur Reflektion des Vorgetragenen nutzen konnten, ermöglichte ein Knopfdruck das “Entstummen” aller Teilnehmer, so dass sich alle im gemeinsam gesprochenen “Unser Vater” gegenseitig hören und so eine Gebetsgemeinde bildeten. 

Ein gewisser Abstand wurde auch hier eingehalten

In der Gemeinde Lünen informiert der Vorsteher die Gemeindemitglieder wöchentlich mindestens einmal über örtliche und bezirkliche Termine. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Beschränkungen erweist sich dieser Informationskanal als sehr wertvoll, denn so können auch aktuelle Informationen der Gebietskirche Westdeutschland oder auch Änderungen für den Alltag in der Gemeinde schnellstmöglich verteilt werden. Die Bekanntgaben erreichen regelmäßig über 100 Haushalte mit ca. 250 Personen. Gemeindemitglieder, die keinen Internet-Zugang haben, werden im Nachgang von den zuständigen Seelsorgern der Gemeinde informiert.

Text: Redaktion – Fotos: Corinna Szepoks

Lünen online

Am Abend des 20. April 2020 erlebte die Gemeinde Lünen ihre erste Gemeindestunde, in der die Zuhörer nicht auf den Stühlen im Foyer oder im Kirchensaal ihren Platz eingenommen haben. Vielmehr suchte sich jeder einen Platz im heimischen Wohnzimmer, im Arbeitszimmer oder vielleicht im abendlichen Sonnenschein auf der Terrasse, um am Telefon dabei zu sein. Auf Einladung von Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann nutzen rund 100 Teilnehmer die mögliche Telefonübertragung und suchten so die Verbindung zur Gemeinde – eben online.

Dirk Burchardt richtete die Telefonübertragung ein und nach einer kurzen Begrüßung durch den Gemeindevorsteher eröffnete Evangelist Stephan Wiese die Gemeindestunde mit einem kurzen Gebet.

Kurze geistliche Impulse und persönliche Erlebnisse prägten den ersten Teil der Veranstaltung, in der Jörg Lohrmann auch an den ein oder anderen Jahrestag erinnerte, der sich mit dem Datum des Tages verbindet. 

Dies war gleichzeitig das Signal für Dirk Burchardt, die Pfeiffenorgel mit dem Lied “Happy Birthday” zum Klingen zu bringen. Für einen kurzen Augenblick bildete sich ein Chor von Gratulanten und sang einer Glaubensschwester, die auch am 20. April ihren Geburtstag feiert und “online” war, ein Ständchen.

Im zweiten Abschnitt zitierte Stephan Wiese aus Zuschriften von Gemeindemitgliedern, die sich mit dankbaren Worten, aber auch mit Aufrufen zur Fürbitte, an die miteinander verbundene Gemeinde richteten.

Evangelist Lohrmann  fasste letztlich alle Hinweise und Emotionen in einem berührenden Gebet zusammen und beendete nach 35 Minuten die erste virtuelle Gemeindestunde in Lünen.

Auf die Frage der Redaktion nach seinem Eindruck sagte Gemeinde-vorsteher Lohrmann: “Die Situation Telefonkonferenz kenne ich gut aus meinem Arbeitsalltag. Aber dass es sich am Ende anfühlt, als wären alle da, das war neu – und gut.”

Text: Redaktion – Fotos: Gemeinde Lünen