Gemeinsam Gott gelobt

Am letzten Sonntag des Jahres, 30. Dezember 2018, kamen aus fünf Gemeinden sieben Chöre und Instrumentalkreise mit weit über 100 Aktiven zusammen, um der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu gedenken und ihm zur Ehre zu musizieren.
Die Kirchenmusikalische Vesper in der St. Marien-Kirche wurde von evangelischen, katholischen und neuapostolischen Schwestern und Brüdern gestaltet und bildete den Abschluss des Jubiläumsjahres „1000 Jahre christliche Kirche in Lünen“.
Das Gotteshaus war auch am „fünften Advent“ mit vielen Menschen und weihnachtlicher Stimmung ge- und erfüllt.
Auf die Frage, wie er die vielen guten Gefühle und Gedanken des Nachmittags zusammenfassen würde, sagte ein Besucher: „Weihnachten macht es noch schöner, gemeinsam Christ zu sein.“

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Gunnar Herrmann

Heilige Wassertaufe am 4. Advent

Am vierten Adventsonntag, 23. Dezember 2018, durfte die Gemeinde im Vorfeld des Weihnachtsfestes ein schönes Gemeindefest feiern. In dem Gottesdienst trugen Daniela und Marc Surkamp ihren zweitgeborenen Sohn Anton, begleitet vom großen Bruder Emil, vor den Altar. Er sollte das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfangen. Zur Einleitung dieses besonderen Augenblicks formierten die Eltern der Kleinkinder der Gemeinde einen Chor und sangen dem Täufling entgegen „Weißt Du wie viel Sterne stehen“. In der zweiten Strophe brachten sie zum Ausdruck, was sie selbst und wohl die ganze Gemeinde empfand: „Weißt du, wie viel Menschen denken gern an dich an diesem Tag? Alle woll´n dir Freude schenken, wie ein jeder es vermag. Du stehst nun in Gottes Gnade. Er schützt deine Lebenspfade. Er bleibt immer dir ganz nah, er bleibt immer dir ganz nah.“

Anschließend widmete der Gemeindevorsteher der Täuflingsfamilie die Worte aus Psalm 147, 13 „Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte.“ „Wenn Ihr es wollt, dann passt Gott auf die Türen Eurer Herzen auf und bietet Euren Kindern seine Begleitung“, gab der Evangelist der Familie die Zusage Gottes mit auf den weiteren Lebensweg.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten nicht nur alle Teilnehmer Gelegenheit, den Eltern zu gratulieren, sondern waren auch eingeladen, auf den Täufling anzustoßen.

Text und Fotos: Redaktion Lünen

Krippenspiel mit der ganzen Gemeinde

Die Tür zum Kirchensaal geht auf und jemand beginnt den Kirchenraum zu reinigen. Ein Staubsauger ertönt. Es entsteht ein Gespräch mit einer zweiten Person im dunklen Kirchenschiff. Die beiden Frauen unterhalten sich: “Früher hatten wir immer eine Weihnachtsfeier und heute putzen wir am 3. Advent die Kirche.” Scheinbar aufgebracht schaltet sie die Raumbeleuchtung an und erschrickt. Der Kirchensaal ist mit Menschen gefüllt, alle Stühle sind besetzt. “Was macht ihr denn hier?”, ruft sie laut und bekommt zur Antwort: „Wir warten auf die Weihnachtsfeier!”

So erlebten rund 200 Gemeindemitglieder und Gäste den Beginn der diesjährigen Weihnachtsfeier. Der im Spiel hektisch herbeigerufene Gemeindevorsteher „improvisiert“ im Anschluss ein Krippenspiel mit allen Anwesenden.

Zwei Teilnehmer bilden den Vorhang (“rassel-rassel”), ein Ehepaar gibt, die mit dem Jesuskind spielenden Maria und Josef (“gutzi-gutzi”), die Teilnehmer über 70 Jahre leuchten als die Sterne (“blink-blink”), die anwesenden Frauen bis 70 Jahren verkörpern die himmlischen Heerscharen (“Halleluja-Halleluja”), die Väter mit ihren kleinen Kindern imitieren die Hirten (“Oh, Wunder-Oh, Wunder”) mit ihren Schafen (“Mööh”) und auch die drei Weisen (“kentappa-kentappa”) mit dem Stern (“Folgt mir-Folgt mir”) dürfen nicht fehlen. Jede Rolle wird natürlich einzeln eingeübt.

Die Probenszenerie wird regelmäßig durch Evangelist Stephan Wiese unterbrochen. Er springt mit den Zuschauern quasi in die Meta-Ebene. Hier wird mit Wort- und Musikbeiträgen wie „Dem Kindelein zur Ehr“, „Hymne an die Nacht“, „Lukas 2,1-7“, „Ehre sei Gott“, „Go, tell it on the Mountain“, „Sternengespräch“ und „Stern über Bethlehem“ von Männer-, Frauen-, Jugend- und Gemeindechor sowie Solisten und Orchester die einzelnen Stationen betont.

Final können dann alle das Krippenspiel miterleben. Der Vorhang geht auf. Die Sterne erleuchten den Nachthimmel. Maria und Joseph spielen mit ihrem Kind. Draußen bei den Hirten auf dem Feld grasen die Schafe. Die Himmlischen Heerscharen treten zu ihnen. Die Hirten wundern sich. Währenddessen wandern die Weisen durchs Land, und folgen dem Stern. Sie kommen zum Jesuskind und beten es an. Daraufhin spricht der Stern: „Nun habe ich genug geleuchtet. Jetzt ist Er Euer Licht. Folgt ihm nach.“

Nach reichlich Applaus gab es im Anschluss für die anwesenden Kinder und Jugendlichen Geschenke. Im Anschluss trafen sich alle im Foyer zum Buffet, welches die Gemeindemitglieder vorher zusammengestellt hatten. Beim Hinausgehen erhielt jeder Teilnehmer einen kleinen Stern voller guter Wünsche.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Corinna und Lutz Szepoks

Lünen frühstückt

Ein gutes Frühstück ist eine Kunst für sich. Und da diese vom Kunst-Café in Lünen vortrefflich beherrscht wird, haben sich am 17. November 2018 vier Dutzend Gemeindemitglieder dort getroffen und diese genossen.

    Am frühen Samstagmorgen startete die Aktion im Rahmen der Reihe „Lünen aktiv“. Es fanden sich gegen 09:30 Uhr knapp 50 Menschen zum gemeinsamen Frühstück in der Münsterstr. 24 ein. Bei frischen Brötchen, leckerem Aufschnitt, kalten und warmen Getränken sowie freundlichem Service entwickelten sich gute Gespräche und eine heitere Stimmung. So ging es anschließend satt und beschwingt ins weitere Wochenende. (siehe auch www.kunstcafe-luenen.de)

Text und Fotos: Redaktion Lünen

Erkennen, was wir haben

Als Evangelist Lohrmann zu Beginn des diesjährigen Erntedank-Gottesdienstes die Frage stellte “Was ist das Wichtigste”, konnte sich jeder Gottesdienstteilnehmer dazu seine Gedanken machen. „Das Wichtigste ist die Gesundheit. Aber was ist, wenn mal wieder die Kinder am Rad drehen? Also, das Wichtigste sind liebe Kinder. Aber was ist, wenn ein lieber Mensch krank geworden ist? Also doch, das Wichtigste ist die Gesundheit. Aber was ist, wenn sich der Nachbar ein neues Auto gekauft hat, die Freundin die bessere Figur hat oder meine Beziehung zu Gott gerade flöten geht? – Das Wichtigste ist, dass wir erkennen, was wir haben.“, regte der Gemeindevorsteher zur Reflektion an. „Jeder mag erkennen, was er hat und dankbar dafür sein!”, sei die Losung für das Erntedankfest, resümierte der Evangelist in seiner Predigt.

Ein Akzent sowohl in der Altardekoration als auch in der Predigt waren Kohle und Stahl, welche in der jüngeren Vergangenheit den Reichtum als auch den Frieden in der Region und Europa begründeten.

Einen Ausdruck der Vielfalt der göttlichen Schöpfung gab auch der elegante Blumenschmuck vor dem Altar und ebenso der reich gedeckte Tisch im Foyer der Kirche, der bereits früh am Morgen von den Gemeindemitgliedern hergerichtet worden war.

Eingebunden in den Gottesdienst am Sonntag, 07. Oktober 2018, war das 25-jährige Ehejubiläum der Glaubensgeschwister Birgit und Dirk Burchardt. Evangelist Lohrmann, ein guter Freund des Silberpaares, drückte zunächst die Dankbarkeit der Gemeindeleitung aus und erwähnte, dass die Ehejubilare seit vielen Jahren in unterschiedlichen Aufgaben in der Gemeinde Lünen tätig sind. “Alles, was Ihr aus Liebe getan habt, hat Gott geholfen, fertig zu werden”, sagte Jörg Lohrmann, und kennzeichnete damit einen wichtigen Teil im Leben von Birgit und Dirk Burchardt. In seiner Ansprache widmete der Gemeindevorsteher dem Silberpaar das Bibelwort aus 1. Thessalonicher 5, 23 “Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.”

Umrahmt wurde die Handlung durch ein Lied des Gemeindechores sowie eines kleinen Chores, der sich aus Freunden in der Gemeinde Lünen gebildet hatte.

Nach der Beendigung des Gottesdienstes nahm das Silberpaar quasi “ein Bad in der Menge” und erfreute sich gemeinsam mit den zahlreichen Gottesdienstteilnehmer am reichhaltigen Café im Foyer.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Lutz Szepoks