In der Liebe reicher werden

Der zweite Sonntag im November, 08. November 2020, sollte für die Gemeinde Lünen ein besonderer Sonntag werden. Zum ersten Mal feierte Apostel Thorsten Zisowski, begleitet von Bischof Manfred Bruns, mit der Gemeinde den Gottesdienst. In diesem Gottesdienst spendete er die Sakramente Heiliges Abendmahl und Heilige Versiegelung, versetzte vier Amtsträger in den Ruhestand und ordinierte einen neuen Priester für die Gemeinde.

Apostel Zisowski erinnerte an den 30. Mai 2019 (wir berichteten Mehr Liebe in der Gemeinde): „Meine Gedanken sind zu jenem Gottesdienst zurückgegangen, den ich vor einiger Zeit hier in der Gemeinde erlebt habe. Dienstleiter war damals unser Apostel Hoyer, der Euren damaligen Bezirksältesten Pöschel und mich nach Lünen eingeladen hatte.“ und stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort des Tages aus Thessalonicher 3,12.13 „Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann, wie auch wir sie zu euch haben, dass eure Herzen stark und untadelig seien in Heiligkeit vor Gott, unserm Vater, wenn unser Herr Jesus kommt mit allen seinen Heiligen.“

In seiner Predigt wies der Apostel mehrfach auf die anstehenden Veränderungen in der Gemeinde und des Ämterkreises hin. Zusammenfassend erläuterte er einen Dreiklang um die Liebe Gottes:

  • Gottes Liebe ist in uns ausgegossen.
  • Diese Liebe bewirkt unsere Liebe.
  • Und unsere Liebe ist es, die Gott uns aus Gnaden würdig annehmen lässt.

Bischof Bruns bekräftigte in seinem Predigtbeitrag: „Wir dürfen sicher sein, dass wir von Gott geliebt sind – ganz gleich was auch geschieht.“

Im Gottesdienst erklangen mit „Gott ist die Liebe“, „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“ – durch Orgel und Klavier vorgetragen – drei Lieder, die sich die angehenden Ruheständler im Vorfeld gewünscht hatten. Das sie alle drei Gottes Liebe zum Thema hatten, konnte kein Zufall sein.

Zur Vorbereitung auf die Verkündigung der Sündenvergebung las Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann aus einem Text von Gustav Mankel:
„Frieden in der Angst der Welt, Kraft, die in der Prüfung hält, Freude, die in Leid nicht flieht, Hoffnung, die nach oben zieht, o wie hat mich Gott bedacht und mein Herze reich gemacht.
Gnad ist mir und Heil geschenkt, Reichtum mir ins Herz gesenkt, Gaben groß sind mir verliehn, froh ich kann durchs Leben ziehn, o wie hat mich Gott bedacht und mein Herze reich gemacht.“

Sakraments- und Segensspendungen wurden durch Videoeinspielungen der Liedbeiträge von Marion Zieziula und Stephan Wiese vorbereitet – „Nearer my God to thee“ und „God is so good“. 

Zunächst bat der Apostel Anne Kathrin Herweg sowie Marina und Frank Langenberg mit ihrem Sohn Mika Alexander vor den Altar. Nach einer kurzen persönlichen Ansprache und der Frage nach dem Glaubensbekenntnis spendete er ihnen unter Gebet und Handauflegen das Sakrament der Heiligen Versiegelung, die Geistestaufe.

Nach der Feier des heiligen Abendmahls bat Apostel Zisowski Diakon Marko Braun, Priester Rolf Pinno, Priester Detlef Schulz, Diakon Günter Sprotte und Priester Dieter Waßmuth vor den Altar. Er wandte sich zunächst den letztgenannten Brüdern zu. Sollten sie doch heute in den wohlverdienten Ruhestand versetzt werden. Der Apostel betonte, dass in den 166,5 Dienstjahren in Summe wohl keine Aufgabe oder Beauftragung nicht von den Brüdern übernommen worden wäre – vom Blumenschmuck bis zur Trauerfeier, von der Sonntagschule bis zur Gemeindeleitung. So dankte er den verdienten Amtsträgern und entband sie von ihrem Amtsauftrag.

In seiner Ansprache wandte sich der Apostel an Diakon Braun, der in das Priesteramt ordiniert werden sollte, und bat ihn, mit Blick auf seinen Beruf: „Sei ein wahrer Lehrer in der Gemeinde.“ Für die Aufgaben als Priester und die nun anstehenden Tätigkeiten gab der Apostel ihm ein Versprechen: „Ein altes Versprechen, nicht von mir erdacht: Wer für Gott das Haus baut, dem baut Gott sein Haus. Und da möchte ich alle Lebensaufgaben, alle Dinge und alle Herausforderungen für Dich und für Deine Frau und für Eure Tochter mit hineinlegen.“

Nach dem bestätigenden „Ja“ beugte Marko Braun seine Knie und empfing das Priesteramt aus dem Amtsvermögen des Apostels.

Mit Gebet und Segen beschloss Apostel Thorsten Zisowski den Gottesdienst.

Text: Redaktion – Fotos: Elisabeth Langenberg

Ein Kind Gottes sein

Am 25. Oktober 2020 wurde im Gottesdienst Anne Kathrin Herweg feierlich in die Gemeinde aufgenommen.

Der Gottesdienst an diesem Sonntag stand unter dem Bibelwort aus Lukas 10,20 „Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“

Evangelist Jörg Lohrmann führte in seiner Predigt aus, welche Freude ein Kind Gottes für sich entwickeln kann: Die Freude darüber, an den dreieinigen Gott glauben zu können, von IHM erwählt zu sein und auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet zu werden. Aus dem Bewusstsein der empfangenen Gnade und der daraus entwickelten Freude entstehen guten Werke – aus Dankbarkeit.

Mit Blick auf die anstehende Aufnahme in die Gemeinde und die baldige Heilige Versiegelung zitierte der Vorsteher aus dem Lied „Vergiss nicht zu danken“ die dritte und vierte Strophe (vgl. „Die Mundorgel“ von 1968, Lied 117)
„3. Im Danken kommt Neues ins Leben hinein, ein Wünschen, das nie du gekannt, dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein, vom Vater zum Erben ernannt.
4. Durch Menschen baut Jesus die ewige Welt, für Ihn zur Gemeinschaft bereit. Er hat sie in Seine Gemeinde gestellt und macht sie zum Dienste bereit.“

Nach dem die Gemeinde gemeinsam das „Unser Vater“ gebetet hat und die Freisprache von den Sünden verkündet war, trat Anne Kathrin Herweg vor den Altar. Nach einer kurzen Ansprache nahm der Vorsteher sie in die Abendmahls- und Bekenntnisgemeinschaft der Neuapostolischen Kirche auf und hieß sie offiziell in der Gemeinde willkommen.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hat anschließend das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.

Text: Redaktion – Fotos: Günter Sprotte

Umgeben – Geborgen

Am Nachmittag des 18. Oktober 2020 feierte die Gemeinde einen Gottesdienst, in welchem Susanne und Dirk Illing den Segen zu ihrer Silberhochzeit empfingen. Der Gottesdienst war mit einem ansprechenden Musikprogramm gestaltet.

Zum Gottesdienst saß das Jubelpaar mit seinen Kindern nahezu in der Mitte des Kirchenschiffs und war so umgeben von Familie, Freunden und Gemeinde.

Dem Gottesdienst lagen aus Psalm 125 die Verse 1, 2 und 4 zugrunde „Die auf den Herrn hoffen, werden nicht fallen, sondern ewig bleiben wie der Berg Zion. Um Jerusalem her sind Berge, und der HERR ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit. HERR, tu wohl den Guten und denen, die frommen Herzens sind.“ Berge sind Symbole der Erhabenheit, Beständigkeit und Unverrückbarkeit. So ergibt das von Bergen umgebene Jerusalem ein Bild des Schutzes und der Geborgenheit. So, wie die Berge um Jerusalem her sind, so ist Gott um sein Volk, Jesus Christus um seine Gemeinde, der Heilige Geist um eine jede Seele, so sie es will.

Evangelist Lohrmann greift dieses Bild auf und bezieht es auf das Silberhochzeitspaar. „Der Psalmist spricht hier auch von den Bergen, von denen uns Hilfe kommt (Psalm 121,1). Wenn ihr euch einmal umschaut, dann seid ihr heute auch von drei Bergen umgeben – Familie, Freunde und Gemeinde“ so der Gemeindevorsteher. „Haltet die Familie erhaben. Bleibt in der Freundschaft beständig. Lasst euch die Gemeinde nicht verrücken. So werdet ihr weiterhin von diesen Bergen Hilfe erfahren.“

Nach einer sehr persönlichen Ansprache empfingen Dirk und Susanne Illing den Segen Gottes.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hatte zuvor das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.
Text: Redaktion – Fotos: Dirk Burchardt

Des Menschen Schuld heißt Liebe

Am ersten Herbstsonntag, 27. September 2020, durften Renate und Harald Grabiak auf 60 gemeinsame Ehejahre zurückschauen. Im Gottesdienst empfingen Sie den Segen zu ihrer Diamantenen Hochzeit.

Der Gottesdienst stand zunächst unter dem Bibelwort aus Matthäus 6,13 „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“

Evangelist Lohrmann führte aus, dass das christliche Leben dreierlei Belohnung erfährt: Zufriedenheit, größere Aufgaben und final das Schauen Gottes.

Bezüglich des Unservaters verwies er auf den mehrfachen Dreiklang von

  • „Unser tägliches Brot gib uns heute“ als Bitte an Gott den Vater, den Schöpfer, bezüglich der Bedürfnisse der Gegenwart,
  • „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ als Bitte an Gott den Sohn um Gnade für die Verfehlungen der Vergangenheit und
  • „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“ als Bitte an Gott den Heiligen Geist um Schutz, Hilfe und Bewahrung in der Begleitung durch die Zukunft.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, spielten Orgel und Querflöte ein Stück, in welchem es im Refrain heißt: „O dann werden sie glänzen wie die Sterne so rein, wie die Krone des Königs voll Edelgestein.“ Der Gemeindevorsteher bezog dies auf die 60-jährige Ehe und damit auf das Diamantene Hochzeitsjubiläum von Renate und Harald Grabiak. Er widmete ihnen das Wort aus Römer 13,8 und stellte fest: „Wer einen Menschen wirklich lieb hat, bleibt stets dessen Schuldner und wird nie auf den Gedanken kommen, dass er einen Lohn verdient habe.“

Anschließend empfing das Paar den Segen Gottes.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hatte zuvor das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.
Text: Redaktion – Fotos: Holger Strewinski

In God we trust – Wir vertrauen auf Gott

Am Sonntag, 13. September 2020, durfte die Gemeinde Lünen einen weiteren Gottesdienst mit Segensspendung für ein Hochzeitsjubiläum feiern. Andrea und Christian Sieg haben nach 25 Ehejahren erneut um den Segen Gottes gebeten.

Zu Beginn des Gottesdienstes, genauer zum Einzug, trugen Marion Zieziula und Stephan Wiese das Lied „Näher mein Gott zu dir“ begleitet durch Marko Braun am Klavier solistisch vor. Eine Besonderheit unter den aktuellen Corona-Regularien. Und dies sollte nicht der einzige musikalische Glanzpunkt bleiben. Streicher, Klavier und Orgel gestalteten herausragende Momente des Gottesdienstes.

Der Gottesdienst selbst stand zunächst unter dem Bibelwort aus Matthäus 6,10 „Dein Reich komme.“

In seiner Predigt stellte Evangelist Jörg Lohrmann einige Aspekte des Reiches Gottes vor und Diakon Marko Braun ging in einem Predigtbeitrag dem Urtext auf den Grund. Am Ende standen die Feststellung „Du hast die Macht, das Reich Gottes zu verwirklichen.“ und gleichzeitig die Bitte „Dein Reich komme auch bei mir an.“

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls traten dann Andrea und Christian Sieg vor den Altar. Der Gemeindevorsteher widmete Ihnen das Bibelwort aus Weisheit 3,9 „Die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die treu sind in der Liebe, werden bei ihm bleiben. Denn Gnade und Barmherzigkeit wohnt bei seinen Heiligen, und er rettet seine Auserwählten.“ und spendete ihnen den Segen Gottes.

Zur bleibenden Erinnerung daran überreichte er dem Silberpaar einen Silberdollar aus dem Eheschließungsjahr, welcher die Prägung trägt „In God we trust“ – Wir vertrauen auf Gott.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hatte zuvor das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.
Text: Redaktion – Fotos: Familie Sieg