Auf den Herrn schauen

Im Gottesdienst am Sonntag, 22. Mai 2022, konnten die Geschwister Brigitte und  Frank Kroll den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit empfangen. Vorsteher Lohrmann begrüßte sie vor dem Gottesdienst im Amtszimmer und gemeinsam waren alle dankbar, dass der liebe Gott diesen Tag ermöglicht hatte.

In seiner persönlichen Ansprache widmete der Gemeindevorsteher dem Jubelpaar das Bibelwort aus Psalm 25,15-16a „Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Wende dich zu mir und sei mir gnädig;“ und sagte den Eheleuten zu: „Wer auf den Herrn schaut, der wird bewahrt! Wer auf Jesus schaut, der bekommt Kraft. Und wer auf die Regung des Heiligen Geistes schaut, der kommt nach Hause.“

Text: Redaktion     Bilder: Silke Hueck

Gemeinde mit Zukunft

Am Freitag, 29. April 2022, durfte die Gemeinde Lünen mit ihrem Format „Gespräch im Foyer“ Gastgeber für eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bausteine einer lebendigen Kirche – Gemeinden mit Zukunft“ sein.

Im Rahmen des Jubiläums „125 Jahre Neuapostolische Kirche – Kirchenbezirk Dortmund“ finden seit dem Jahr 2021 unterschiedliche Aktivitäten statt – Festgottesdienste, Sternwanderungen oder eben eine Podiumsdiskussion.

Vorsteher Jörg Lohrmann konnte an dem Abend den Moderator Jörg Töpfer, fünf Teilnehmer auf dem Podium sowie drei Dutzend Teilnehmer im Publikum und weit über 100 Teilnehmer per Video- und Telefonübertragung begrüßen.

Nach einem eröffnenden Gebet durch Apostel Zisowski fasste der Gastgeber die Einführung in das Thema zusammen: „Es geht heute um die Gemeinde mit Zukunft – denn die Gemeinde der Zukunft kann nur die sein, die heute eine Zukunft hat.“

Eingangs stellte Jörg Töpfer die Podiumsgäste vor: (vlnr) Marko Braun, Lehrer, Priester und Dirigent in der Gemeinde Lünen; Astrid Grolms, Controllerin, Religionslehrerin in der Gemeinde Lünen; Thorsten Zisowski, Geschäftsführer eines Entsorgungsunternehmens, Apostel in der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland; Gerald Rockenfelder, Lehrer an einer Förderschule, Vorsteher der Gemeinde Aplerbeck und aktiv in der Gruppe der Handicapped; Eberhard Dodt, Verwaltungsleiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, Vorsteher des Bezirks Dortmund

Zunächst war Apostel Zisowski gebeten, einmal den Bezirk Dortmund aus seiner Sicht zu beschreiben und ein Statement zur Vereinbarkeit von Beruf, Kirche und Familie zu geben. Er fasste launig zusammen: Dortmund ist ein Bezirk mit großer Tradition und ansonsten nicht viel anders als Gelsenkirchen. – Es geht nur mit Toleranz in der Familie und Gottes Hilfe.

Wie gehen wir mit den Aufgaben in der Gemeinde um? Finden wir noch Amtsträger?
Eberhard Dodt berichtete, dass er eine „realistische Zuversicht“ pflegt. Der Bezirksvorsteher führte aus: „Zwar gab es früher mehr Amtsträger aber heute können viel mehr Aufgaben auch in der Gemeinde wahrgenommen werden.“
„Als ich gefragt wurde, war ich gerne dabei. Ohne gefragt zu werden, hätte ich meine Hilfe nicht angeboten.“, fügte Astrid Grolms an und der Apostel ermunterte: „Bietet Eure Mitarbeit gerne an.“
„Wenn ich meine Hilfe anbiete, entlaste ich jemand anderen. Es kann dadurch besser werden.“ verlängerte Marko Braun und Gerald Rockenfelder stellte fest, dass die Integration der Mitglieder, welche neu in die Gemeinde wechseln, wichtig sei.

Gemeinde heute – praktisch, individuell, ökumenisch
In der Corona-Zeit war Astrid Grolms im Home-Office. Irgendwann hat sie mal in die Religionsgruppe gefragt, ob eventuell jemand Hilfe in der Zeit des Home-Schoolings benötige. „Es hat ein halbes Jahr gedauert, aber dann kam die Resonanz und ich konnte helfen.“
Sie berichtete weiter, dass sich mit einem Religionsschüler ein so vertrauensvolles Verhältnis entwickelte, dass der Vorsteher sie gebeten habe, als Lehrkraft mit dem Schüler zusammen in der Unterrichtsform, vom Religions- zum Konfirmandenunterricht, zu wechseln. „Wenn das in die Gemeinde passt, ist das doch eine gute Idee“ fasste Jörg Töpfer moderierend zusammen.
Gerald Rockenfelder beschrieb, dass die Ökumene vor Ort helfe, die Sorgen der Christen zu teilen. So berichtete er über die gemeinsam geleistete persönliche Seelsorge in Pflegeeinrichtungen. Auf die Frage, wie denn Ökumene in der Gemeinde ankomme, schmunzelte er: „Es funkt immer dann, wenn persönliche Begegnungen stattfinden.“
Apostel Zisowski berichtete aus dem eigenen Erleben diesbezüglich. „In der versöhnten Verschiedenheit können gemeinsame Gottesdienste auch unsere Gemeinden beleben.“
Später knüpfte Marko Braun daran an uns fasste zusammen: „Mittlerweile können wir in der Gemeinde adressatengerechter musizieren und das wird als passend empfunden. Als der Chor nach Corona wieder singen durfte, waren die Sängerinnen und Sänger wieder da.“ Über den Tellerrand blickend ergänzte er, dass ein Konzert in der ökumenischen Zusammenarbeit helfe, die Belastung zu steuern und das Gemeinschaftsgefühl unter Mitchristen zu steigern.

Fabian Niroschnik, Student und in der Jugend aktiv, stellte in einem „Seitengespräch“ fest, dass nach Corona die Jugend neu aktiviert werden wolle und wie wichtig auch hier die Integration der „Neuen“ sei. „Offen sein, heißt das Geheimnis.“ Auf die Frage, was ihm an der Gemeinde gefalle, antwortete er, dass er nach langer Abstinenz nicht zurückgekommen sei, um Karten zu spielen. Das Kernelement Evangelium, ansprechende Gottesdienste und Ansprechpartner für Fragen des Lebens zu haben – das war ihm wichtig.

Karolin Ballmeier, psychologischer Dienst, berichtete von ihrer Arbeit im Krankenhaus. „Den Patienten, die einer Gemeinde angehören, geht es besser. Hoffnung und Vertrauen bringen mehr mobilisierbare Ressourcen mit. Hierbei zählen der Glaube und der Halt in und aus der Gemeinde.“

Michael Becker, Industrieelektroniker, erzählte davon, dass die Trennung von seiner Lebensgefährtin vor 25 Jahren auch zur Trennung von der Gemeinde geführt habe. Der Glauben geriet in den Hintergrund. Doch der Tod des Bruders habe dann vor vier Jahren den Glauben wieder in den Vordergrund gehoben. „Der Weg zurück in die Gemeinde sowie die Auf- und Annahme in der Gemeinde waren völlig unproblematisch.“
Jörg Töpfer stellte ihm die Frage, was sich denn aus seiner Sicht geändert hätte. „Die Predigten sind anders als früher, sie sind offen. Die Kirche ist offener geworden. Der Bezug zum Alltag ist in und aus der Predigt leichter mitzunehmen.“

Die Gemeinde mit Zukunft…
… ist eine Gemeinde, die ihre Lebendigkeit aus der Vielfalt zieht. Sie wird getragen von Aktivitäten und geistlichem Grund. (Eberhard Dodt)
… ist eine Gemeinde, die mit den Mitchristen kooperiert und in der sich jeder verantwortlich fühlt. (Gerald Rockenfelder)
… ist eine Gemeinde, die Seelsorge untereinander pflegt und Hilfe anbietet. (Thorsten Zisowski)
… ist eine Gemeinde, in der Fragende Antworten für ihr ewiges wie alltägliches Leben finden. (Astrid Grolms)
… ist eine Gemeinde, die sich traut. (Marko Braun)

„In der Gemeinde tun, wie es für die Gemeinde gut ist. Die Kirche wird Vorgaben machen, was in der Gemeinde getan wird. In der Gemeinde muss das „wie“ individuell für die Gemeinde angepasst werden, so dass wir das Individuum mitnehmen können.“ schloss Jörg Lohrmann als Gastgeber.

Text: Redaktion    Bilder: Günter Lohsträter

Bewehrt bewährt

Am Sonntag, 15. Mai 2022, durfte die Gemeinde im Gottesdienst miterleben, wie die Geschwister Else und Klaus Waßmuth den Segen zu ihrer Eisernen Hochzeit empfingen.

Eigentlich hatte sich für diesen Sonntag der Bezirksvorsteher angekündigt. Eine plötzliche Erkrankung ließ ihn den Gemeindevorsteher bitten, zu vertreten.

„Bei einem verdienten Architekten kommt ein Bild aus der Baubranche“ begründete Evangelist Lohrmann in der Ansprache an das Jubelpaar den anschließend herangezogenen Vergleich.

„Seit etwas über hundert Jahren arbeitet man mit Beton und zieht in diesen Beton Stahldrähte, Eisendrähte ein, damit der Beton hält. Der Draht, die Bewehrung, gibt dem Baustoff die rechte Belastbarkeit und Stabilität.

Und wenn man Dich, lieber Klaus, häufig gesehen hat – in Deinem Beruf als Architekt, wenn Du eine von über 80 Kirchen gebaut oder in Deiner vierzigjährigen Amtstätigkeit als Diakon und Priester gedient hast– dann warst Du wie der Zementanteil in diesem Bauteil. Du warst sichtbar.

Aber da war eine Bewehrung drin. Da war ein Element drin, das war vielleicht nicht immer sichtbar, aber das hat Dir die Kraft gegeben, die Aufgaben zu erfüllen. Das bist Du, liebe Else. Und so habt Ihr alles gemeinsam geschafft.“

Zum Geleit gab der Gemeindevorsteher dem Paar das Bibelwort aus 5. Mose 33,25+26a und spendete ihnen dann den Segen Gottes.

Text: Redaktion      Bilder: Dirk Burchardt

Gemeinsam sicher reisen

Am Sonntag, 08. Mai 2022, feierte die Gemeinde Lünen den diesjährigen Konfirmationsgottesdienst. Schon die Altardekoration setzte erste gelungene Akzente für den Gottesdienst.

Anlassgemäß standen mit Laura, Melissa und Christian die jungen Menschen im Mittelpunkt, welche an diesem Tag ihr Konfirmationsgelübde ablegen wollten. Immer mitgedacht und genannt wurde aber natürlich auch Hanna-Sophie. Sie ist mit ihren Eltern im Oktober 2021 in die Gemeinde Lünen gewechselt, hat aber das Unterrichtsjahr noch in ihrer Konfirmandengruppe in Lünen-Brambauer erlebt. So wird sie auch dort am 15. Mai den entsprechenden Segen empfangen.

Der Gottesdienst wurde durch Chor- und Gemeindegesang sowie durch Orgel-, Flügel- und Orchesterspiel maßgeblich, beschwingt und würdevoll gestaltet.

Vorsteher Jörg Lohrmann leitete den Gottesdienst und stellte seine Predigt zu dem diesjährigen Konfirmations-Vers aus Psalm 60,14 „Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde zertreten“ unter das Motto: „Gemeinsam sicher reisen und tatkräftig das Böse bekämpfen.“

„Weil Eure Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen, steht Euch der Hafen „bei Gott“ als Ziel Eurer Lebensreise offen“, lud der Vorsteher die Konfirmandinnen und den Konfirmanden ein.

Angst, Umwege und Hindernisse stellen sich bisweilen auf dieser Reise in den Weg und wollen vom Ziel abbringen. Das ist das Böse, was es zu bekämpfen gilt. Wer in dieser Welt Böses mit den Mitteln der Liebe bekämpft, der dient damit Gott. Dies gelingt mit Gottvertrauen, Orientierung und Kraft aus der Gemeinschaft.

Wie stark Gemeinschaft macht, erlebten die jungen Christen mit allen Gottesdienstteilnehmern eindrucksvoll als Vorsteher Lohrmann vier Bleistifte nahm und diese als Sinnbild für vier Gemeindemitglieder vorstellte.

Einen nahm er in die Hand und mit einem lauten „Knacks“ war er zerbrochen. Es folgte ein zweiter. Als er dann vier neue Stifte gleichzeitig zerbrechen wollte, gelang dies nicht. Bei einer ganzen Handvoll Stifte gelang dies erst recht nicht.

In Anlehnung an das aktuelle Vokabular der Zeit stellte Evangelist Lohrmann fest: „5G geben Sicherheit – Gemeinde, Gottesdienst, Gnade, Geduld und Glaube.“

Zum Thema Sicherheit zitierte der Vorsteher dann aus einer Konfirmationskarte*

Gott:
„Safe! Mein Kind, ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!“
(nach Josua 1,5)
Egal, welche Wege Du im Leben gehst –
eins ist sicher: Gott ist da!
Egal, wie oft Du fällst –
eins ist sicher: Gott hält Dich!
Egal, wenn Du Dich mal bei Gott ausklinkst –
eins ist sicher: Gott wartet schon auf Dich!
Egal, welche Berge vor dir stehen –
eins ist sicher: Gott geht mit Dir!
Egal, was Du erleben wirst –
eins ist sicher: Gott liebt Dich!
Safe!

In seinem Predigtbeitrag erklärte Priester Marko Braun, wie es zu dem, vom Chor vorgetragenen Lied „Der Herr ist mein Licht“ (Psalm 27,1-4) kam.

Eine Jugendliche schlug dieses Lied in der letzten Chorprobe vor und ein anderer Jugendlicher bot an, dies zu dirigieren. So wurde es zu einem Lied von Jugendlichen für Jugendliche. „Die Zeile ‚ob das Heer auch der Bösen drohet‘ stellt die Verbindung zu dem heutigen Konfirmations-Vers her und die Zeile ‚dass ich mög bleiben im Hause des Herrn‘ mag ein Impuls dafür sein, dass es Eure Entscheidung ist, ob ihr mitreisen wollt“, so der Konfirmandenlehrer.

Nach der Übermittlung von persönlichen Wünschen durch Evangelist Stephan Wiese und den Segenswünschen des Stammapostels fanden sich die Konfirmandinnen und der Konfirmand bald vor dem Altar.

In einer persönlichen Ansprache verband Vorsteher Lohrmann die Namen der vier Neujugendlichen der Gemeinde und sagte ihnen zu: „Der fleißige (Melissa – Biene) Anhänger Christi (Christian) wird begnadeter (Hanna) Sieger (Laura – mit Lorbeer gekränzte).“

Nach ihrem öffentlichen Bekenntnis legten die jungen Christen ihr Gelübde ab und empfingen den Segen Gottes. Danach beglückwünschten drei Jugendliche der Gemeinde die „Neuen“ und übergaben ein Gesangbuch als Geschenk.

Nach Gebet, Segen und dem Schlusslied machte die Gemeinde reichlich Gebrauch von der Möglichkeit, ihrer Zuneigung und Freude über die „Mitreisenden“ Ausdruck zu verleihen.

*Stiftung Marburger Medien

Text: Redaktion        Bilder: Silke Hueck

Fellowship – Café im Foyer

Am Sonntag, 01. Mai 2022, durfte nach einer viel zu langen Pause endlich wieder jeder reichlich das mitbringen, von dem er meint, dass es den anderen auch schmeckt. – Es war großartig.

Text: Redaktion      Fotos: Tino Burchardt