Krippenspiel mit der ganzen Gemeinde

Die Tür zum Kirchensaal geht auf und jemand beginnt den Kirchenraum zu reinigen. Ein Staubsauger ertönt. Es entsteht ein Gespräch mit einer zweiten Person im dunklen Kirchenschiff. Die beiden Frauen unterhalten sich: “Früher hatten wir immer eine Weihnachtsfeier und heute putzen wir am 3. Advent die Kirche.” Scheinbar aufgebracht schaltet sie die Raumbeleuchtung an und erschrickt. Der Kirchensaal ist mit Menschen gefüllt, alle Stühle sind besetzt. “Was macht ihr denn hier?”, ruft sie laut und bekommt zur Antwort: „Wir warten auf die Weihnachtsfeier!”

So erlebten rund 200 Gemeindemitglieder und Gäste den Beginn der diesjährigen Weihnachtsfeier. Der im Spiel hektisch herbeigerufene Gemeindevorsteher „improvisiert“ im Anschluss ein Krippenspiel mit allen Anwesenden.

Zwei Teilnehmer bilden den Vorhang (“rassel-rassel”), ein Ehepaar gibt, die mit dem Jesuskind spielenden Maria und Josef (“gutzi-gutzi”), die Teilnehmer über 70 Jahre leuchten als die Sterne (“blink-blink”), die anwesenden Frauen bis 70 Jahren verkörpern die himmlischen Heerscharen (“Halleluja-Halleluja”), die Väter mit ihren kleinen Kindern imitieren die Hirten (“Oh, Wunder-Oh, Wunder”) mit ihren Schafen (“Mööh”) und auch die drei Weisen (“kentappa-kentappa”) mit dem Stern (“Folgt mir-Folgt mir”) dürfen nicht fehlen. Jede Rolle wird natürlich einzeln eingeübt.

Die Probenszenerie wird regelmäßig durch Evangelist Stephan Wiese unterbrochen. Er springt mit den Zuschauern quasi in die Meta-Ebene. Hier wird mit Wort- und Musikbeiträgen wie „Dem Kindelein zur Ehr“, „Hymne an die Nacht“, „Lukas 2,1-7“, „Ehre sei Gott“, „Go, tell it on the Mountain“, „Sternengespräch“ und „Stern über Bethlehem“ von Männer-, Frauen-, Jugend- und Gemeindechor sowie Solisten und Orchester die einzelnen Stationen betont.

Final können dann alle das Krippenspiel miterleben. Der Vorhang geht auf. Die Sterne erleuchten den Nachthimmel. Maria und Joseph spielen mit ihrem Kind. Draußen bei den Hirten auf dem Feld grasen die Schafe. Die Himmlischen Heerscharen treten zu ihnen. Die Hirten wundern sich. Währenddessen wandern die Weisen durchs Land, und folgen dem Stern. Sie kommen zum Jesuskind und beten es an. Daraufhin spricht der Stern: „Nun habe ich genug geleuchtet. Jetzt ist Er Euer Licht. Folgt ihm nach.“

Nach reichlich Applaus gab es im Anschluss für die anwesenden Kinder und Jugendlichen Geschenke. Im Anschluss trafen sich alle im Foyer zum Buffet, welches die Gemeindemitglieder vorher zusammengestellt hatten. Beim Hinausgehen erhielt jeder Teilnehmer einen kleinen Stern voller guter Wünsche.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Corinna und Lutz Szepoks

Lünen frühstückt

Ein gutes Frühstück ist eine Kunst für sich. Und da diese vom Kunst-Café in Lünen vortrefflich beherrscht wird, haben sich am 17. November 2018 vier Dutzend Gemeindemitglieder dort getroffen und diese genossen.

    Am frühen Samstagmorgen startete die Aktion im Rahmen der Reihe „Lünen aktiv“. Es fanden sich gegen 09:30 Uhr knapp 50 Menschen zum gemeinsamen Frühstück in der Münsterstr. 24 ein. Bei frischen Brötchen, leckerem Aufschnitt, kalten und warmen Getränken sowie freundlichem Service entwickelten sich gute Gespräche und eine heitere Stimmung. So ging es anschließend satt und beschwingt ins weitere Wochenende. (siehe auch www.kunstcafe-luenen.de)

Text und Fotos: Redaktion Lünen

Erkennen, was wir haben

Als Evangelist Lohrmann zu Beginn des diesjährigen Erntedank-Gottesdienstes die Frage stellte “Was ist das Wichtigste”, konnte sich jeder Gottesdienstteilnehmer dazu seine Gedanken machen. „Das Wichtigste ist die Gesundheit. Aber was ist, wenn mal wieder die Kinder am Rad drehen? Also, das Wichtigste sind liebe Kinder. Aber was ist, wenn ein lieber Mensch krank geworden ist? Also doch, das Wichtigste ist die Gesundheit. Aber was ist, wenn sich der Nachbar ein neues Auto gekauft hat, die Freundin die bessere Figur hat oder meine Beziehung zu Gott gerade flöten geht? – Das Wichtigste ist, dass wir erkennen, was wir haben.“, regte der Gemeindevorsteher zur Reflektion an. „Jeder mag erkennen, was er hat und dankbar dafür sein!”, sei die Losung für das Erntedankfest, resümierte der Evangelist in seiner Predigt.

Ein Akzent sowohl in der Altardekoration als auch in der Predigt waren Kohle und Stahl, welche in der jüngeren Vergangenheit den Reichtum als auch den Frieden in der Region und Europa begründeten.

Einen Ausdruck der Vielfalt der göttlichen Schöpfung gab auch der elegante Blumenschmuck vor dem Altar und ebenso der reich gedeckte Tisch im Foyer der Kirche, der bereits früh am Morgen von den Gemeindemitgliedern hergerichtet worden war.

Eingebunden in den Gottesdienst am Sonntag, 07. Oktober 2018, war das 25-jährige Ehejubiläum der Glaubensgeschwister Birgit und Dirk Burchardt. Evangelist Lohrmann, ein guter Freund des Silberpaares, drückte zunächst die Dankbarkeit der Gemeindeleitung aus und erwähnte, dass die Ehejubilare seit vielen Jahren in unterschiedlichen Aufgaben in der Gemeinde Lünen tätig sind. “Alles, was Ihr aus Liebe getan habt, hat Gott geholfen, fertig zu werden”, sagte Jörg Lohrmann, und kennzeichnete damit einen wichtigen Teil im Leben von Birgit und Dirk Burchardt. In seiner Ansprache widmete der Gemeindevorsteher dem Silberpaar das Bibelwort aus 1. Thessalonicher 5, 23 “Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.”

Umrahmt wurde die Handlung durch ein Lied des Gemeindechores sowie eines kleinen Chores, der sich aus Freunden in der Gemeinde Lünen gebildet hatte.

Nach der Beendigung des Gottesdienstes nahm das Silberpaar quasi “ein Bad in der Menge” und erfreute sich gemeinsam mit den zahlreichen Gottesdienstteilnehmer am reichhaltigen Café im Foyer.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Lutz Szepoks

Gemeindeaktivtag

Gemeinde gemeinsam aktiv erleben, war die Motivation und das Ziel dieser Lüner Aktion. Unter dem Motto “Es findet statt, was Ihr möglich macht.” waren die Gemeindemitglieder aufgerufen, große und kleine Aktionen vorzubereiten und für Interessierte anzubieten. Und so kam es, dass über 100 Gemeindemitglieder und Gäste am Samstag, 01. September 2018, ein kurzweiliges, geistreiches und abwechslungsreiches Programm erleben konnten.
In der Vorbereitung waren die Planungsziele mit “Gemeinschaft und Zusammenhalt stärken; Befassung mit dem Glauben; zur Mitarbeit motivieren” schnell formuliert. Und dann sollten die Veranstaltungen auch noch “dezentral, interessengerecht und in kleinen Gruppen” stattfinden und jeweils die Themen “Glaube, Gemeinschaft, Lünen” aufgreifen. Welch ein hehres Ziel.
Nachdem das Vorhaben in der Gemeinde vorgestellt wurde, kamen in kürzester Zeit ein Dutzend Vorschläge von möglichen Paten zusammen. Davon konnten elf als Aktionen realisiert werden.

Morgens wurden ein Stadtrundgang und eine Kirchenführung angeboten. Nachmittags gab es die Möglichkeit in den Foyer-Räumen, einen Kräuterworkshop oder einen Literaturzirkel zu besuchen sowie eine Radtour zu starten. Später gab es hier Gelegenheit, einiges über die Biertradition zu erfahren und eine Blindverkostung vorzunehmen oder an einem Entspannungs- sowie einem Dekorationsworkshop teilzunehmen. Parallel gab es schon ab dem Vormittag eine Bootsfahrt auf dem Kanal zu unternehmen oder die Hüpfburg sowie das Popcorn an der Kirche auszuprobieren.

Das große Finale ergab sich im gemeinsamen Gemeindeabendbrot bei Bratwürstchen und Salat sowie der abschließenden kleinen Andacht, welche alle Teilnehmer auf den Sonntag vorbereitet und in den Abend entließ.

Mit “Danke an alle Paten, Unterstützer und Teilnehmer dafür, dass Ihr unsere Gemeinde so toll belebt.” fand Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann letzte Worte für diesen Gemeindeaktivtag.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Lutz Szepoks

Der gute Hirte kennt euch

Im Gottesdienst am 29. Juli 2018 übermittelte Bezirksältester Stefan Pöschel das Bibelwort aus Johannes 10,14 “Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich!” als Grußwort an das Goldhochzeitspaar Gerdi und Heinz-Dieter Burchardt. In seiner persönlichen Ansprache an die Ehejubilare beleuchtete der Bezirksvorsteher die besondere Rolle von Jesus Christus im Leben der beiden. Er beschrieb eindrucksvoll, dass der Sohn Gottes die Eheleute in den 50 gemeinsamen Jahren begleitet hat und sie ihn häufig als den guten Hirten kennenlernen durften. „Gleichwohl“, so der Bezirksälteste, „kennt Jesus Christus euch auch, die ihr das Christsein lebt und über viele Jahre in Gemeinde und Kirche tätig ward.”

Heinz-Dieter Burchardt war über 38 Jahre als Amtsträger tätig. Von 1992 bis 2006 leitete er den damaligen Kirchenbezirk Dortmund-Nord und ist damit der Amtsvorgänger von Stefan Pöschel.

Es waren zahlreiche Freunde und Weggefährten des Goldhochzeitspaares angereist und schafften im gefüllten Kirchensaal einen festlichen Rahmen. Einen emotionalen Höhepunkt im Gottesdienst bildete das Lied „Nun danket alle Gott”, dass von einem kleinen Chor aus Kindern und Enkelkindern des Goldpaares gefühlvoll vorgetragen wurde.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Lutz und Manuel Szepoks