Gedenksteine für jeden

JGD102015-150x150Das Konzept „Wochen-Jugendgottesdienst“ machte zuletzt auch in Lünen Station. Am Mittwoch, 28.10.2015, versammelten sich rund 40 Jugendliche aus den Bezirken Dortmund-Nord, Dortmund-Ost und Dortmund-West zum Abendgottesdienst in der Gemeinde Lünen. Bereits Tage zuvor hatten sich einige der jungen Christen zusammen mit Evangelist Jörg Lohrmann mit der Bibelstelle aus 2. Könige 5,14 beschäftigt, die als Grundlage für die Predigt vorgesehen war. So wurden miteinander einige Ideen entwickelt, die den Gottesdienst prägen sollten, der auch zur Vorbereitung auf den anstehenden Gottesdienst für Entschlafene dienen würde.
Am Abend wurden die Gottesdienstbesucher bereits von Jugendlichen im Foyer empfangen. Jeder hatte im Folgenden die Gelegenheit kleine weiße Steine mit Namen von Personen oder Gruppen zu beschriften, an die er denken und für die er in den Tagen in besonderer Weise beten wolle. Schnell sammelte sich eine stattliche Zahl „Gedenksteine“ auf den Stufen zum Altar und zeigte eine Vielzahl unterschiedlichster Namen aus Familie, Freundeskreis und Gesellschaft.
Kurz vor Beginn des Gottesdienstes lasen zwei Jugendliche die Geschichte aus der Bibel vor, aus der die Bibelstelle „Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil wie das Fleisch eines jungen Knaben und er wurde rein.“ für den Gottesdienst entnommen war. So entstand ein Gottesdienst, der alle Teilnehmer auch durch schöne musikalische Akzente nachhaltig berührte. Insbesondere nachhaltig, weil jeder einen beliebig ausgewählten Gedenkstein mit nach Hause nehmen konnte.
Dieser Wochen-Jugendgottesdienst findet in der Regel alle zwei Monate und in wechselnden Gemeinden der drei Dortmunder Bezirke statt. Das Konzept dafür wurde von den Bezirks-Jugendbeauftragten der Dortmunder Bezirke entwickelt um den Jugendlichen auch in den Wochengottesdiensten die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen zu ermöglichen und sich in dieser Form der Mitgestaltung mit Gott und seinem Wirken zu beschäftigen. In Abstimmung mit dem Jugendgremium NRW wird das Konzept in den drei Dortmunder Bezirken getestet und die Erfahrungen daraus entsprechend ausgewertet.

Text: Stephan Wiese – Fotos: Manuel Szepoks