Gemeinsam sicher reisen

Am Sonntag, 08. Mai 2022, feierte die Gemeinde Lünen den diesjährigen Konfirmationsgottesdienst. Schon die Altardekoration setzte erste gelungene Akzente für den Gottesdienst.

Anlassgemäß standen mit Laura, Melissa und Christian die jungen Menschen im Mittelpunkt, welche an diesem Tag ihr Konfirmationsgelübde ablegen wollten. Immer mitgedacht und genannt wurde aber natürlich auch Hanna-Sophie. Sie ist mit ihren Eltern im Oktober 2021 in die Gemeinde Lünen gewechselt, hat aber das Unterrichtsjahr noch in ihrer Konfirmandengruppe in Lünen-Brambauer erlebt. So wird sie auch dort am 15. Mai den entsprechenden Segen empfangen.

Der Gottesdienst wurde durch Chor- und Gemeindegesang sowie durch Orgel-, Flügel- und Orchesterspiel maßgeblich, beschwingt und würdevoll gestaltet.

Vorsteher Jörg Lohrmann leitete den Gottesdienst und stellte seine Predigt zu dem diesjährigen Konfirmations-Vers aus Psalm 60,14 „Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde zertreten“ unter das Motto: „Gemeinsam sicher reisen und tatkräftig das Böse bekämpfen.“

„Weil Eure Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen, steht Euch der Hafen „bei Gott“ als Ziel Eurer Lebensreise offen“, lud der Vorsteher die Konfirmandinnen und den Konfirmanden ein.

Angst, Umwege und Hindernisse stellen sich bisweilen auf dieser Reise in den Weg und wollen vom Ziel abbringen. Das ist das Böse, was es zu bekämpfen gilt. Wer in dieser Welt Böses mit den Mitteln der Liebe bekämpft, der dient damit Gott. Dies gelingt mit Gottvertrauen, Orientierung und Kraft aus der Gemeinschaft.

Wie stark Gemeinschaft macht, erlebten die jungen Christen mit allen Gottesdienstteilnehmern eindrucksvoll als Vorsteher Lohrmann vier Bleistifte nahm und diese als Sinnbild für vier Gemeindemitglieder vorstellte.

Einen nahm er in die Hand und mit einem lauten „Knacks“ war er zerbrochen. Es folgte ein zweiter. Als er dann vier neue Stifte gleichzeitig zerbrechen wollte, gelang dies nicht. Bei einer ganzen Handvoll Stifte gelang dies erst recht nicht.

In Anlehnung an das aktuelle Vokabular der Zeit stellte Evangelist Lohrmann fest: „5G geben Sicherheit – Gemeinde, Gottesdienst, Gnade, Geduld und Glaube.“

Zum Thema Sicherheit zitierte der Vorsteher dann aus einer Konfirmationskarte*

Gott:
„Safe! Mein Kind, ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!“
(nach Josua 1,5)
Egal, welche Wege Du im Leben gehst –
eins ist sicher: Gott ist da!
Egal, wie oft Du fällst –
eins ist sicher: Gott hält Dich!
Egal, wenn Du Dich mal bei Gott ausklinkst –
eins ist sicher: Gott wartet schon auf Dich!
Egal, welche Berge vor dir stehen –
eins ist sicher: Gott geht mit Dir!
Egal, was Du erleben wirst –
eins ist sicher: Gott liebt Dich!
Safe!

In seinem Predigtbeitrag erklärte Priester Marko Braun, wie es zu dem, vom Chor vorgetragenen Lied „Der Herr ist mein Licht“ (Psalm 27,1-4) kam.

Eine Jugendliche schlug dieses Lied in der letzten Chorprobe vor und ein anderer Jugendlicher bot an, dies zu dirigieren. So wurde es zu einem Lied von Jugendlichen für Jugendliche. „Die Zeile ‚ob das Heer auch der Bösen drohet‘ stellt die Verbindung zu dem heutigen Konfirmations-Vers her und die Zeile ‚dass ich mög bleiben im Hause des Herrn‘ mag ein Impuls dafür sein, dass es Eure Entscheidung ist, ob ihr mitreisen wollt“, so der Konfirmandenlehrer.

Nach der Übermittlung von persönlichen Wünschen durch Evangelist Stephan Wiese und den Segenswünschen des Stammapostels fanden sich die Konfirmandinnen und der Konfirmand bald vor dem Altar.

In einer persönlichen Ansprache verband Vorsteher Lohrmann die Namen der vier Neujugendlichen der Gemeinde und sagte ihnen zu: „Der fleißige (Melissa – Biene) Anhänger Christi (Christian) wird begnadeter (Hanna) Sieger (Laura – mit Lorbeer gekränzte).“

Nach ihrem öffentlichen Bekenntnis legten die jungen Christen ihr Gelübde ab und empfingen den Segen Gottes. Danach beglückwünschten drei Jugendliche der Gemeinde die „Neuen“ und übergaben ein Gesangbuch als Geschenk.

Nach Gebet, Segen und dem Schlusslied machte die Gemeinde reichlich Gebrauch von der Möglichkeit, ihrer Zuneigung und Freude über die „Mitreisenden“ Ausdruck zu verleihen.

siehe auch Bericht auf NAK-Dortmund

*Stiftung Marburger Medien

Text: Redaktion        Bilder: Silke Hueck