Eine Online-Weihnachtsfeier

Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung Gottes und das muss gefeiert werden. Das ändert auch Corona nicht. Aber es bestimmt die Bedingungen.

Und so fand am Sonntagnachmittag, 20. Dezember 2020, die erste und hoffentlich einzige Online-Weihnachtsfeier der Gemeinde Lünen statt.

In einem normalen Jahr beginnen die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier am ersten Donnerstag im September. Es treffen sich dann alle Unterstützungswilligen, es gibt ein Motto und es wird drauflosgeplant.

Aber was ist in diesem Jahr normal?

Da schon die Gottesdienste unter besonderen Bedingungen stattfinden und Gesang untersagt ist, wurde die Planung im vergangenen September gar nicht erst aufgenommen.

Und doch wurden immer wieder Fragen laut, ob es denn nicht eine Weihnachtsfeier gäbe. „Ach nein, geht ja nicht“, war die meist spontan selbst gegebene Antwort.

Gegen Ende November ergab sich ein Gespräch in der Gemeindeleitung an dessen Ende die Idee einer Online-Weihnachtfeier via Youtube stand – und so geschah es.

Nach der Anmeldung bis zum 09. Dezember bekamen alle Teilnehmer ein kleines Päckchen, welches sie bis zur Feier verschlossen halten sollten.

Filme wurden produziert, Medleys komponiert und ein roter Faden gesucht und gefunden.

Pünktlich um 16:00 Uhr haben sich deutlich über 150 Personen an den Fernsehern, Handys oder Computern im heimischen Wohnzimmer versammelt als der Gemeindevorsteher vor dem Tannenbaum sitzend die Teilnehmer begrüßt.

Vor Ort moderierten Evangelist Stephan Wiese und Evangelist Jörg Lohrmann getrennt durch eine Plexiglasscheibe und es musizierte Priester Marko Braun, natürlich mit Mund-Nasen-Schutz.

Es wurden Videos eingespielt mit einer Anleitung zum Weihnachtsgottesdienst, einem Jahresrückblick, der Geschichte wie Konrad auf den lieben Gott wartet, einigen Erinnerungen aus den letzten Adventszeiten und der Weihnachtsgeschichte.

Zuhause verfolgten die Zuschauer das Geschehen und konnten dabei einen Weihnachtstee trinken, einen Lebkuchenbrezel essen und ein bisschen Schoki naschen. Dies alles fand sich nämlich in dem kleinen Teilnehmerpäckchen.

Am Ende war etwas mehr als eine Stunde vergangen und alle einem freudevollen Weihnachten etwas näher.

„Schön war´s. Ein zusammen Gefühl. Danke.“ lautete eine von vielen schönen Rückmeldung.

PS: Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir aus Platzgründen leider nicht alle Bilder und Grüße wiedergeben können.

Bild und Text: Redaktion

Advent 2020

In Jesus Christus wurde Gott als Kind in diese Welt geboren. Er wuchs und hat die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, vorgelebt. Er ging zu Gott zurück und kommt von dort wieder, um uns zu sich zu holen.

Fast unglaublich – aber wir tun es!

Bild und Text: Redaktion

In der Liebe reicher werden

Der zweite Sonntag im November, 08. November 2020, sollte für die Gemeinde Lünen ein besonderer Sonntag werden. Zum ersten Mal feierte Apostel Thorsten Zisowski, begleitet von Bischof Manfred Bruns, mit der Gemeinde den Gottesdienst. In diesem Gottesdienst spendete er die Sakramente Heiliges Abendmahl und Heilige Versiegelung, versetzte vier Amtsträger in den Ruhestand und ordinierte einen neuen Priester für die Gemeinde.

Apostel Zisowski erinnerte an den 30. Mai 2019 (wir berichteten Mehr Liebe in der Gemeinde): „Meine Gedanken sind zu jenem Gottesdienst zurückgegangen, den ich vor einiger Zeit hier in der Gemeinde erlebt habe. Dienstleiter war damals unser Apostel Hoyer, der Euren damaligen Bezirksältesten Pöschel und mich nach Lünen eingeladen hatte.“ und stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort des Tages aus Thessalonicher 3,12.13 „Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann, wie auch wir sie zu euch haben, dass eure Herzen stark und untadelig seien in Heiligkeit vor Gott, unserm Vater, wenn unser Herr Jesus kommt mit allen seinen Heiligen.“

In seiner Predigt wies der Apostel mehrfach auf die anstehenden Veränderungen in der Gemeinde und des Ämterkreises hin. Zusammenfassend erläuterte er einen Dreiklang um die Liebe Gottes:

  • Gottes Liebe ist in uns ausgegossen.
  • Diese Liebe bewirkt unsere Liebe.
  • Und unsere Liebe ist es, die Gott uns aus Gnaden würdig annehmen lässt.

Bischof Bruns bekräftigte in seinem Predigtbeitrag: „Wir dürfen sicher sein, dass wir von Gott geliebt sind – ganz gleich was auch geschieht.“

Im Gottesdienst erklangen mit „Gott ist die Liebe“, „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“ – durch Orgel und Klavier vorgetragen – drei Lieder, die sich die angehenden Ruheständler im Vorfeld gewünscht hatten. Das sie alle drei Gottes Liebe zum Thema hatten, konnte kein Zufall sein.

Zur Vorbereitung auf die Verkündigung der Sündenvergebung las Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann aus einem Text von Gustav Mankel:
„Frieden in der Angst der Welt, Kraft, die in der Prüfung hält, Freude, die in Leid nicht flieht, Hoffnung, die nach oben zieht, o wie hat mich Gott bedacht und mein Herze reich gemacht.
Gnad ist mir und Heil geschenkt, Reichtum mir ins Herz gesenkt, Gaben groß sind mir verliehn, froh ich kann durchs Leben ziehn, o wie hat mich Gott bedacht und mein Herze reich gemacht.“

Sakraments- und Segensspendungen wurden durch Videoeinspielungen der Liedbeiträge von Marion Zieziula und Stephan Wiese vorbereitet – „Nearer my God to thee“ und „God is so good“. 

Zunächst bat der Apostel Anne Kathrin Herweg sowie Marina und Frank Langenberg mit ihrem Sohn Mika Alexander vor den Altar. Nach einer kurzen persönlichen Ansprache und der Frage nach dem Glaubensbekenntnis spendete er ihnen unter Gebet und Handauflegen das Sakrament der Heiligen Versiegelung, die Geistestaufe.

Nach der Feier des heiligen Abendmahls bat Apostel Zisowski Diakon Marko Braun, Priester Rolf Pinno, Priester Detlef Schulz, Diakon Günter Sprotte und Priester Dieter Waßmuth vor den Altar. Er wandte sich zunächst den letztgenannten Brüdern zu. Sollten sie doch heute in den wohlverdienten Ruhestand versetzt werden. Der Apostel betonte, dass in den 166,5 Dienstjahren in Summe wohl keine Aufgabe oder Beauftragung nicht von den Brüdern übernommen worden wäre – vom Blumenschmuck bis zur Trauerfeier, von der Sonntagschule bis zur Gemeindeleitung. So dankte er den verdienten Amtsträgern und entband sie von ihrem Amtsauftrag.

In seiner Ansprache wandte sich der Apostel an Diakon Braun, der in das Priesteramt ordiniert werden sollte, und bat ihn, mit Blick auf seinen Beruf: „Sei ein wahrer Lehrer in der Gemeinde.“ Für die Aufgaben als Priester und die nun anstehenden Tätigkeiten gab der Apostel ihm ein Versprechen: „Ein altes Versprechen, nicht von mir erdacht: Wer für Gott das Haus baut, dem baut Gott sein Haus. Und da möchte ich alle Lebensaufgaben, alle Dinge und alle Herausforderungen für Dich und für Deine Frau und für Eure Tochter mit hineinlegen.“

Nach dem bestätigenden „Ja“ beugte Marko Braun seine Knie und empfing das Priesteramt aus dem Amtsvermögen des Apostels.

Mit Gebet und Segen beschloss Apostel Thorsten Zisowski den Gottesdienst.

Text: Redaktion – Fotos: Elisabeth Langenberg

Ein Kind Gottes sein

Am 25. Oktober 2020 wurde im Gottesdienst Anne Kathrin Herweg feierlich in die Gemeinde aufgenommen.

Der Gottesdienst an diesem Sonntag stand unter dem Bibelwort aus Lukas 10,20 „Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“

Evangelist Jörg Lohrmann führte in seiner Predigt aus, welche Freude ein Kind Gottes für sich entwickeln kann: Die Freude darüber, an den dreieinigen Gott glauben zu können, von IHM erwählt zu sein und auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet zu werden. Aus dem Bewusstsein der empfangenen Gnade und der daraus entwickelten Freude entstehen guten Werke – aus Dankbarkeit.

Mit Blick auf die anstehende Aufnahme in die Gemeinde und die baldige Heilige Versiegelung zitierte der Vorsteher aus dem Lied „Vergiss nicht zu danken“ die dritte und vierte Strophe (vgl. „Die Mundorgel“ von 1968, Lied 117)
„3. Im Danken kommt Neues ins Leben hinein, ein Wünschen, das nie du gekannt, dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein, vom Vater zum Erben ernannt.
4. Durch Menschen baut Jesus die ewige Welt, für Ihn zur Gemeinschaft bereit. Er hat sie in Seine Gemeinde gestellt und macht sie zum Dienste bereit.“

Nach dem die Gemeinde gemeinsam das „Unser Vater“ gebetet hat und die Freisprache von den Sünden verkündet war, trat Anne Kathrin Herweg vor den Altar. Nach einer kurzen Ansprache nahm der Vorsteher sie in die Abendmahls- und Bekenntnisgemeinschaft der Neuapostolischen Kirche auf und hieß sie offiziell in der Gemeinde willkommen.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hat anschließend das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.

Text: Redaktion – Fotos: Günter Sprotte