Willst Du mein Freund sein?

Morgens Diamantene Hochzeit und nachmittags Heilige Wassertaufe – Corona machts nötig.

Am Sonntagnachmittag, 09. August 2020, erlebte die Gemeinde Lünen ein Novum. Zum ersten Mal in ihrer siebenjährigen Geschichte fanden an einem Sonntag zwei Gottesdienste statt. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist es zurzeit nicht möglich, alle zur Verfügung stehenden Sitzplätze im Kirchensaal zu nutzen. So lag die Entscheidung nahe, eine für diesen Tag gewünschte Heilige Wassertaufe in einem zweiten Gottesdienst durchzuführen. Evangelist Stephan Wiese begrüßte am Sonntagnachmittag Marina und Frank Langenberg mit ihrem Sohn Mika Alexander und zahlreichen Gästen aus Familie und Freundeskreis im gesonderten Tauf-Gottesdienst.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Sirach 6,14 zugrunde, welches der stellvertretende Gemeindeleiter dem Täufling widmete: „Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den findet, der findet einen großen Schatz.“

„Ich habe 286 Freunde“, führte Evangelist Wiese zu Beginn seiner Predigt aus und bezog sich dabei auf Freude bei Facebook, „die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben!“ Nur um im Anschluss die Frage zu stellen: „Ob die wohl da sind, wenn ich sie wirklich brauche?“

Jesus Christus ist da als Freund ein anderer Wert. Der ist immer da und immer erreichbar. Den kann man jederzeit um Hilfe bitten und dem kann man alles erzählen. Der steht immer zu einem – trotz aller Fehler und Schwächen! „Jesus Christus ist der Mehrwert im Leben eines Menschen“ resümierte Evangelist Wiese und richtete das Wort direkt an den Täufling: „Mika Alexander, Jesus Christus möchte auch dein Freund sein!“

In einem kurzen Grußwort wandte sich Gemeindevorsteher Jörg Lohrmann an alle anwesenden Eltern. Mit einem Text von Khalil Gibran bat er sie, die Entwicklung der Kinder als Geschöpfe Gottes zu fördern und versicherte ihnen, dass Gott sie sowie ihre Kinder gleichermaßen liebt.

Nach der Sündenvergebung trugen die Eltern ihren Sohn als Täufling vor den Altar und Evangelist Wiese spendete ihm das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.

Hinweis: Der Verzicht auf die Mund-Nase-Bedeckung wurde zwischen allen Beteiligten abgestimmt und der Dienstleiter selbst hat anschließend das Heilige Abendmahl nicht an die Gemeinde ausgegeben.
Text: Redaktion – Fotos: Manuel Szepoks