Zwei Sakramente am Gemeindesonntag

Am ersten Sonntag im Monat finden parallel zum Gottesdienst keine Unterrichte und Veranstaltungen auf Bezirksebene statt. Es nimmt also die ganze Gemeinde am Gottesdienst teil, es ist ein Gemeindesonntag. Der Gottesdienst zum Gemeindesonntag am 07. April 2019 hatte gleich zwei Schwerpunkte – die Heilige Wassertaufe und das Heilige Abendmahl. Beide Sakramente wurden in der Predigt erklärt und im weiteren Gottesdienstverlauf gespendet.

Der Gottesdienst wurde, noch mehr als sonst, durch die ganze Gemeinde mitgestaltet. Fast sämtliche Lieder sang „der große Chor“ aus allen Anwesenden. Einzig das Lied zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wurde solistisch vorgetragen. Und für die teilnehmenden Kinder sollte die Predigt so anschaulich wie möglich sein.

So erklärte Evangelist Lohrmann zunächst mit drei einprägsamen Symbolen einige Inhalte der Heiligen Wassertaufe. Mit einem Verkehrszeichen “Bitte wenden” verwies er auf die Notwendigkeit sich der Welt ab- und Gott zuzuwenden und somit auf das Element der Buße. Eine Badewanne steht für das Abwaschen der Erbsünde, welche das erste Näheverhältnis zu Gott ermöglicht. Und ein Ziegelstein, mit dem man ein Haus bauen kann, dient als Sinnbild für das Einbauen des Täuflings in die Kirche Christi.

Anschließend widmete der Gemeindevorsteher der kleinen Carlotta und Ihren Eltern als Taufwort aus Sirach 6, 18+35a „Mein Kind, lass dich erziehen von Jugend an, so wirst du bis ins hohe Alter Weisheit finden. Höre gern von Gottes Taten.“

Nach dem die Gemeinde gemeinsam das „Unser Vater“ gebetet und die Sündenvergebung vernommen hat, spendete Evangelist Lohrmann Carlotta Stillert das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und segnete das Kind.

Nach der Heiligen Wassertaufe stellte der Vorsteher noch einige Punkte zum Heiligen Abendmahl fest. Der günstigste Zeitpunkt für den Empfang eines Sakraments sei nach der Sündenvergebung. Denn diese bedurfte ja eben der immer wiederkehrenden Buße, also der inneren Hinwendung zu Gott. Im Heiligen Abendmahl hat Jesus Christus Gemeinschaft mit seinen Aposteln – zunächst empfangen die Amtsträger die Hostie – und mit der Gemeinde, also insgesamt mit seiner Kirche aus denen, die getauft sind, an ihn glauben und ihn bekennen. Die Antwort auf den Empfang der Hostie – das „Amen“ – steht für: „So ist es, Herr, auch für mich hast du dein Leben am Kreuz gegeben!“

Nach dem Gottesdienst gab es die Möglichkeit, den Täuflingseltern zu gratulieren, von welcher die Anwesenden reichlich Gebrauch machten.

Text: Redaktion Lünen – Fotos: Lutz Szepoks